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Der Marder, Siamesen und Kalifornierclub Thüringen stellt sich vor!

marderkaninchensiamesen       Marderkaninchen                                                             Siamesen


 

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Heute möchte ich einige Ausführungen zur Arbeit und zur Funktionalität des Marder-Siamesen und Kalifornierclubs Thüringen darlegen. Mein Name ist Hans-Joachim Wensorra, ich komme aus Suhl und bin seit 1986 im Marderclub Thüringen organisiert, seit 1989 im Vorstand und seit geraumer Zeit stellvertretender Vorsitzender. Unser Vorsitzender ist Joachim Kapp mit Clubsitz in Triebes, der ja durch sein Wirken für die Rassekaninchenzucht im Landesverband und darüber hinaus bekannt ist. Da er noch mehrere Wahlfunktionen und Aufgaben im Verein, Kreis und LV-Thüringen sowie in der Preisrichtervereinigung hat, teilen wir uns die Arbeit im Club, wobei ich schon über Jahre den Marderclub in der Clubvereinigung Thüringen vertreten darf und für finanzielle und organisatorische Angelegenheiten im Club mit Verantwortung trage. Nach jeder Tagung der Clubvereinigung informiere ich den 1. Vorsitzenden über nicht aufschiebbare Neuigkeiten, alles andere wird bei der nächsten Clubversammlung den Mitgliedern dargelegt und Notwendiges erörtert und erläutert.

 

 Zunächst aber erst einige Ausführungen zu den Marderkaninchen, welche ja ursächlich für die Entstehung des Clubs waren. Clubs allgemein wurden gegründet, um in ihnen gleichgesinnte Züchter zu vereinen. Dadurch konnten die Rassen gezielter gezüchtet und verbessert werden, wobei menschliche Kontakte und geselliges Beisammensein nicht zu unterschätzen sind. Die Vorfahren unserer heutigen Marderkaninchen wurden in Deutschland erstmals als Mutation bei Emil Thomsen in Hamburg-Stellingen in den 20er Jahren nach einigen Paarungsversuchen verschiedener Rassen ( Blaue Wiener, Thüringer, Hasenkaninchen, Havanna, weiße Angora) und nach Anraten von Friedrich Joppich die Anpaarung von Kleinchinchilla bei einem Wurf vorgefunden. Es handelte sich dabei um bronzefarbene Tiere mit später dunklem Rückenstreifen und helleren Flanken und Seitenflächen. Mit diesen Tieren züchtete Thomsen weiter um eine Erbfestigkeit zu erreichen, berichtete Friedrich Joppich und stellte sie bei einer Tagung des Norddeutschen Preisrichterverbandes 1924 vor. Dort hat man Gefallen an diesen recht ansehnlichen Tieren gefunden. Das Braunmarderkaninchen war in seinen Grundzügen entstanden. Grundgedanke für diese Paarungsversuche war, das Opossum (das ist der indianischer Name für eine Beutelratte mit hoher Fellqualität) im Phänotyp nach zu züchten. Das gab Thomsen dann jedoch auf und widmete sich voll der neu entstandenen Art, die zur Rasse werden sollte. Dem vorgeschlagenen Rassenamen „Marderkaninchen“ von Thomsen wurde stattgegeben, da Farbe und Zeichnung der Braunmarder dem Steinmarder sehr ähnlich ist. Später entstanden die Blaumarder und die Siamesen, gelbe von Braunmardern und blaue von den Blaumardern, als die helleren Tiere beider Farbenschläge. Heute gibt es marderfarbige auch bei den Farbenzwergen und den Kurzhaarrassen.
Marderkaninchen sind sehr frohwüchsig und leistungsfähig in der Zucht, was die Spalterbigkeit gut kompensiert, da nur die Bastarde ausstellungsfähig sind. Natürlich kommen auch große Würfe mit nur 1-2 ausstellungsfähigen Tieren vor, was Anfänger sehr leicht verzweifeln lässt und zur vorschnellen Aufgabe der Zucht veranlasst. Wir haben das im Club zur Genüge durch An-und Abmeldungen in kürzester Zeit erlebt. Die Marder im „Hochzeitskleid“ haben auf der Schau spontan gefallen, aber nach den ersten Würfen war die Enttäuschung oft groß. Die Natur gleicht aber alles wieder aus und erfreut den Züchter in den folgenden Würfen mit vielen, schönen Ausstellungstieren. Ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der Marderkaninchen sind die hervorragenden Körleistungen der Zuchtfreunde Reinhold Bock und Joachim Kapp in der damaligen SZG im VKSK die Spitzenleistungen in der Aufzucht durch die Körkommission bestätigt bekamen, welche auch heute noch belegbar sind. Soweit einige Ausführungen im Vorspann, nun zur eigentlichen Clubarbeit.


 Der Marderclub Thüringen wurde 1947 von Reinhold Bock (ein bekannter und verehrter Altmeister und Zuchtrichter aus Neustadt/Orla) und Werner Zerbst aus Ribbeck im Havelland (ist leider 2008 nach 61 jähriger Clubzugehörigkeit plötzlich verstorben), als Beisitzer Friedrich Joppich und einigen anderen Mitstreitern wie Karl Schmutzler Crimmitschau, Hans Görgner Neustadt/Orla, Karl Pohl Zeulenroda,  Edmund Zürch Berlin Spandau und Martin Rex Finowfurt in der Gaststätte "Zum weißen Schwan" in Neustadt/Orla gegründet. Werner Zerbst ist Jahrzehnte aus Ribbeck zu den Versammlungen nach Thüringen gekommen, nicht immer so bequem wie heute mit dem Auto, zog im Jahr 60 Blaumarder und 60 Kleinchinchilla im Durchschnitt auf seinem Bauernhof auf, dazu noch 40-50 Rhodeländer Hühner auch im Geflügelverein organisiert, tätig aber auch noch als Saatgutmeister in Nauen, 50 Jahre Vorsitzender seines Heimatvereins - welch ein Idealismus. Vom Marderclub Thüringen wurde er dafür zum Ehrenmitglied und vom ZDRK zum „Meister der Deutschen Rassekaninchenzucht" ernannt.

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Gründungsvater des Marderclubs Altmeister Reinhold Bock +

Leider blieb eine beantragte Ehrung durch den ZDRK-Hauptklub zu seinem 60. Jubiläum als Clubmitglied aus. Das muss unbedingt für die Zukunft anders werden, denn postum sind Ehrungen ein schwacher Trost und verdrießen zudem unsere alten, verdienstvollen Züchter. Nach dem schmerzhaften Ausscheiden unseres langjährigen Stellvertreters Werner Zerbst bewarb ich mich um seine Nachfolge und wurde einstimmig gewählt, worauf ich sehr stolz bin, in einem so funktionieren Club, Vorstandsarbeit leisten zu dürfen. Marderkaninchen waren in der Nazizeit als volkswirtschaftlich nicht nützlich eingestuft und aus dem Zuchtspektrum gestrichen, dazu fehlten kriegsbedingt auch Züchter, die zur Erhaltung des Erbgutes hätten beitragen können. Deshalb gab es nach 1945 Probleme, die Rasse von dem verbliebenen Tiermaterial weiter bzw. nach zu züchten und wieder „salonfähig“ zu machen. Blaumarder gab es als Basis in Ostdeutschland keine mehr und so war man dankbar, dass auch schon früher Braun-und Blaumarder verpaart wurden, aus welchem Grund auch immer. Eines Tages fielen bei Reinhold Bock bei Braunmardern auch Blaumarder die dann zum Einsatz kamen und nach den Erbgesetzen natürlich reinerbig blau sind. Erbgut geht eben nicht verloren. Das war der Beginn, des Aufbaues einer neuen Marderzucht. Heute nennen wir uns Marder-Siamesen und Kalifornier-Club Thüringen und haben noch die alten DDR-VKSK Strukturen, das heißt, alle ostdeutschen Bundesländer waren oder sind bei uns noch vertreten. Erst im Jahr 2008 hat sich in Brandenburg ein Marderclub gegründet. Zurzeit zählt unser Club 25 Mitglieder wobei mehrere Mitglieder 2-3 Rassen oder Farbenschläge betreuen. Ein glücklicher Umstand war, dass auf Initiative des Zuchtfreundes Franz Aumann (Kempten, LV Bayern), die Kalifornier in die Marderclubs aufgenommen werden durften. Das kam beiden Seiten zu gute da eine gewisse Artverwandschaft nicht zu übersehen ist. Die Züchter der Kalifornier waren auf Grund schwindender Mitgliederzahlen sozusagen heimatlos geworden (ohne arbeitsfähige Clubs), fühlen sich aber heute sehr wohl in unserem gemeinsamen Club.

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Gründungsmitglied Werner Zerbst Ribbeck +                                                             Clubvorstand 2006


 Die Clubversammlungen finden zweimal im Jahr statt, einmal als Wanderversammlung und einmal am Clubstandort Triebes, da die Anreisewege für viele Züchter beträchtlich sind. Als Beispiel kommen Zuchtfreunde aus Zittau, Johnsdorf, Bad Lausick, Wurzen, Bitterfeld, Römhild und St. Kanzian (Österreich) , ja sogar Zf. aus Ribbeck, Woltersdorf bei Berlin, Dessau, Öbisfelde und Frankfurt/Oder waren vertreten. Wanderversammlungen deshalb, dass jedes Clubmitglied einmal in den Genuss eines „Heimspieles“ kommt und bei dem kulturellen Teil seine Heimat und deren Vorzüge und Schönheiten präsentieren kann. Zusätzlich treffen wir uns bei allen Clubschauen, Landes-und Bundesschauen um schon hier am ausgestellten Tier eine Auswertung der Bewertungen und Schlussfolgerungen für die weitere Zucht festzulegen. Im Frühjahr führen wir die Jahreshauptversammlung als Wanderveranstaltung an einem Wochenende durch, bei der immer unsere Ehepartner mit anwesend sind. Ein Zuchtfreund erklärt sich bereit (Anwärter hierfür gibt es problemlos immer) die Veranstaltung mit Unterkunft für Mensch und Tier, Tagungsraum und kulturellen Umrahmungen, zumeist noch zu moderaten Preisen, zu organisieren. Am Freitagnachmittag erfolgt dann die Anreise und alle bringen genügend Gesprächsstoff und Vorfreude für das erste, zwanglose Treffen bei einem Glas Bier oder Wein mit. Am Samstag beginnt dann um 9 Uhr die Versammlung. Unsere Ehepartner unternehmen in dieser Zeit einen Ausflug zur Besichtigung der Tagungsstadt oder in der Nähe liegender Sehenswürdigkeiten. Die Jahreshaupttagung selbst setzt sich aus den Rechenschaftsberichten, dem fachlichen und organisatorischen Teil, wenn nötig der Wahl oder der Bestätigung des Vorstandes, der Diskussion und den Tierbesprechungen zusammen. Der Tierbesprechung wird das größte Augenmerk geschenkt und nicht nur fehlerfreie Tiere vorgestellt, denn gesehene Fehler die bei der Bewertung zu größeren Punkabzügen, „ ob oder nb“ führen prägen sich besser ein. Fachlich sind wir mit unserem Vorsitzenden Joachim Kapp und noch 3 weiteren Preisrichtern (Siegfried Elschner Schleiz, Klaus Geschwandtner Freyburg/Unstrut und Wolfgang Franke Niederdorf bei Chemnitz) bestens bestückt.
Bis zum Mittagessen muss dann alles abgearbeitet sein. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit unseren Ehepartnern wird danach eine Ausflugsfahrt unternommen. So waren wir beispielsweise im Vogtland in einem Schaubergwerk, in Klingental an der neuen Skisprungschanze, an der Göltschtalbrücke, in Schöneck im Berghotel, in Liberec im botanischen Garten und auf dem Jeschken ( dem Hausberg des ehemaligen Reichenberg), zu einer Bootsfahrt auf der Unstrut, zur Weinverkostung in Freyburg/Unstrut, in Zwickau im Horchmuseum mit gemieteter altertümlicher Straßenbahn und Stadtrundfahrt, in Zella-Mehlis im Meeresaquarium und auf dem Dolmar, einem bekannten Ausflugsberg bei Meiningen, im Hainich auf dem Baumkronenpfad, im Zittauer Gebirge, in der Gleichbergstadt Römhild um nur einiges zu nennen.

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Bild oben: Ausflug ins Zittauer Gebirge      Bilder unten: an der Schanze in Klingenthal, Stadtrundfahrt in Zwickau

Jetzt mag mancher fragen, wie wird das alles bezahlt. Ganz einfach, jeder Teilnehmer bezahlt 20,00 € in Vorkasse und zahlt Übernachtung und Essen selbst. Mit der Vorkasse können in der Regel alle Unkosten abgedeckt werden und jedem Zuchtfreund ist dieser Aufwand für ein schönes Wochenende im Kreise seiner Clubfreunde angemessen. Die stets große Teilnehmerzahl bezeugt das eindrucksvoll. Nach der Rückkehr von der Ausflugsfahrt wird ein Gruppenfoto vor dem Tagungshotel zur Erinnerung erstellt, bevor wieder zum gemeinsamen Abendessen geladen wird. Ein gemütlicher Züchterabend mit mannigfaltigen Einlagen, Musik und Tanz beschließt dann den Sitzungstag. Der Clou war einmal die Verlosung eines Ferkels welches dann auch den passenden Gewinner fand. Auch bei einem vogtländischen Wettessen gab es pralle Bäuche und bei der Weinverkostung in Freyburg/Unstrut rote Köpfe. Am Sonntagmorgen treten alle nach einem ordentlichen Frühstück, die Heimreise an und freuen sich schon auf das nächste Treffen. Die Herbsttagung findet dann zumeist am Standort des Marderclubs Triebes statt, wobei hier erstrangig die anstehende Schausaison und deren Organisation und Durchführung besprochen wird. Bei der auch hier stattfindenden Tierbesprechung werden oft noch Tiere, die auf Schauen bestehen sollen, vorgestellt. Als Marderclub nehmen wir stets an den Hauptclubschauen teil oder tragen die Clubmeisterschaft auf anderen, vorher festgelegten Schauen aus. Gerne gesehene Gäste waren wir früher bei der Bezirksschau in Gera und heute bei der Vogtlandschau in Plauen im LV Sachsen oder der Burgenlandschau in Eckardsberga im LV Sachsen-Anhalt (auf der letzten Burgenlandschau standen beachtliche 83 Kal, M, Si und GrM zur Bewertung und wurden durch die Preisrichter Alfons Födisch und Herbert Sillmann bewertet). Die Hauptclubschau hat, da nur alle zwei Jahre eine stattfindet, immer den Vorrang nach Festlegung und einem Beschluss im Club, da es auch andere Meinungen vorher gab. Man beachte dabei die Struktur in unserem Club. Die Clubarbeit besteht natürlich nicht nur aus Versammlungen und Schauen, das Tier ist nun einmal der Hauptakteur und der will gezüchtet sein. Hier arbeiten Züchter der gleichen Rassen oder Farbenschläge in sogenannten „Züchtergruppen“ zusammen, tauschen Erfahrungen und Tiere aus aber immer gegen faire Gegenleistung damit es später bei ungleichen Tauschgeschäften nicht zum Verdruss kommt. Ordnung, Vertrauen und Ehrlichkeit sind Voraussetzungen für eine freundschaftliche Clubarbeit. So wurden die Siamesen durch den Vorsitzenden Joachim Kapp im Auftrag des damaligen VKSK nachgezüchtet um auch dieses Kulturgut zu erhalten, sowie wurden nach seinem Konzept und der Zuchtzielvorgabe die Großmarder beider Farbenschläge in Teamarbeit heraus gezüchtet und verbreitet. Der Stand der Rasse hat sich erkennbar stark verbessert, nicht zuletzt durch eine fruchtbare Clubarbeit. Vergleicht man die Bewertungen von vor 30 Jahren mit den heutigen, waren früher 94er Tiere absolute Spitze und eine Seltenheit, sind heute 96er Tiere nur allgemeiner Durchschnitt. Hatten doch in den vergangenen Zuchtjahren Zuchtfreunde öfters Sammlungen mit Bewertungen von 386,0 – 388,5 Punkten vorzuzeigen. Das zeugt doch von einer kontinuierlichen Clubarbeit. Diesen Zuchtstand werden mit beharrlicher Konsequenz auch die beiden Neuzüchtungen der Großmarder erreichen, zumal nun die Großmarder blau auch Anerkennung fanden. Besonders geschätzt und geachtet sind bei uns im Club ältere Zuchtfreunde, die schon lange und treu zu unserer Sache stehen und nach 40-50jähriger Mitgliedschaft mit reichlicher Erfahrung zum Nutzen aller aufwarten können.

tierbesprechung 1tierbesprechung 2Tierbesprechung welche von Joachim Kapp (Obmann des Clubs), Wolfgang Franke (Zuchtwart) und Ing. Josef Blokes (Preisrichter, Mitglied der tschechischen und europäischen Standardkommission) aus Tschechien gemeinsam durchgeführt wurde.

tierbesprechung 4Tierbesprechung bei der Clubschau in Triebes


 Ein weiterer Höhepunkt im Zuchtjahr ist nach der politischen Wende und dem Zusammenschluss von ZDK und VKSK die jährlich stattfindende Tagung aller im ZDRK vereinten Russen, Kalifornier, Marder und Siamesenzüchter die auch als Wanderversammlung durchgeführt wird. Hierfür werden in der Regel von jedem Club einige Delegierte abgesandt, damit alle Clubs vertreten sind. Jedoch steht die Teilnahme allen eingangs Genannten Clubfreunden offen. Die letzten Veranstaltungen fanden in Schlotheim 2009 und Annweiler 2010 statt, durchgeführt vom Russenclub Thüringen Sektion Nord und organisiert von Zf. Lenhard Vollrath und vom Holländer, Russen und Marderclub Rheinland-Pfalz organisiert von Zf. Gerhard Knorr. Es waren nach Ansicht aller Clubfreunde aus ganz Deutschland stets volle Erfolge. Die Tagung 2011 findet in Peitz im Spreewald statt. Organisation und der Tagungsablauf dieser Veranstaltung entspricht dem Ablauf unserer Clubtagungen. Der Thüringer Marderclub hat auch hier nach anfänglichen Unstimmigkeiten (der Standard Ost und West musste erst ins „Deutsche“ übersetzt werden) einen hohen Stellenwert, nicht zuletzt durch die Fachkompetenz von Joachim Kapp der auf der  Tagung 2009 in Schlotheim einhellig zum Sprecher der Clubs gewählt wurde. In der Kaninchenzeitung 13/2009 habe ich darüber berichtet. Entstandene Züchterfreundschaften werden gepflegt und zum beiderseitigen Nutzen für unser gemeinsames Hobby ausgebaut. Auch hier führen alle im ZDRK vereinigten Russen, Kalifornier, Marder und Siamesenzüchter jedes 2. Jahr eine Clubvergleichsschau durch. Die letzten fanden 2008 in Pouch bei Bitterfeld und 2010 in Neuhaus am Rennweg statt. Für 2012 ist sie nach Iserlohn/ Westfahlen vergeben. Diese Schauen sind sehr beliebt und durch die große Anzahl der nicht oft so gehäuft zu sehender Tiere recht attraktiv.

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Sieger bei der Clubwertung in Pouch                                                                     Tagung in Niederoderwitz   


 

 Als Schlussresümee möchte ich sagen, eine gute Clubarbeit kann Mensch und Tier zu ungeahnten Leistungen verhelfen. Schöne Schauergebnisse und Pokale sind die eine, feine Sache, den vielen guten Zuchtfreunden die ich während meiner Züchterzeit kennen und schätzen lernen durfte, bin ich dankbar verbunden. Der Mensch sollte auch hier bei nicht ausbleibenden Unstimmigkeiten immer im respektvollen Mittelpunkt allen Tuns und Handels bleiben. Nun mag es auch Zuchtfreunde geben, die sagen, zum züchten brauche ich keinen, das mach ich ganz allein. Mag sein. Ich liege mit Sicherheit nicht falsch im Namen aller Züchter des Marder-Siamesen und Kalifornier-Clubs Thüringen sagen zu dürfen, wir suchen die Gemeinschaft, pflegen Züchterfreundschaften, stehen zueinander, helfen einander und sind stolz auf unseren Club.

Hans-Joachim Wensorra  
stellv. Clubvorsitzender

 

 

 

 

 

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