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 Zunächst aber erst einige Ausführungen zu den Marderkaninchen, welche ja ursächlich für die Entstehung des Clubs waren. Clubs allgemein wurden gegründet, um in ihnen gleichgesinnte Züchter zu vereinen. Dadurch konnten die Rassen gezielter gezüchtet und verbessert werden, wobei menschliche Kontakte und geselliges Beisammensein nicht zu unterschätzen sind. Die Vorfahren unserer heutigen Marderkaninchen wurden in Deutschland erstmals als Mutation bei Emil Thomsen in Hamburg-Stellingen in den 20er Jahren nach einigen Paarungsversuchen verschiedener Rassen ( Blaue Wiener, Thüringer, Hasenkaninchen, Havanna, weiße Angora) und nach Anraten von Friedrich Joppich die Anpaarung von Kleinchinchilla bei einem Wurf vorgefunden. Es handelte sich dabei um bronzefarbene Tiere mit später dunklem Rückenstreifen und helleren Flanken und Seitenflächen. Mit diesen Tieren züchtete Thomsen weiter um eine Erbfestigkeit zu erreichen, berichtete Friedrich Joppich und stellte sie bei einer Tagung des Norddeutschen Preisrichterverbandes 1924 vor. Dort hat man Gefallen an diesen recht ansehnlichen Tieren gefunden. Das Braunmarderkaninchen war in seinen Grundzügen entstanden. Grundgedanke für diese Paarungsversuche war, das Opossum (das ist der indianischer Name für eine Beutelratte mit hoher Fellqualität) im Phänotyp nach zu züchten. Das gab Thomsen dann jedoch auf und widmete sich voll der neu entstandenen Art, die zur Rasse werden sollte. Dem vorgeschlagenen Rassenamen „Marderkaninchen“ von Thomsen wurde stattgegeben, da Farbe und Zeichnung der Braunmarder dem Steinmarder sehr ähnlich ist. Später entstanden die Blaumarder und die Siamesen, gelbe von Braunmardern und blaue von den Blaumardern, als die helleren Tiere beider Farbenschläge. Heute gibt es marderfarbige auch bei den Farbenzwergen und den Kurzhaarrassen.
Marderkaninchen sind sehr frohwüchsig und leistungsfähig in der Zucht, was die Spalterbigkeit gut kompensiert, da nur die Bastarde ausstellungsfähig sind. Natürlich kommen auch große Würfe mit nur 1-2 ausstellungsfähigen Tieren vor, was Anfänger sehr leicht verzweifeln lässt und zur vorschnellen Aufgabe der Zucht veranlasst. Wir haben das im Club zur Genüge durch An-und Abmeldungen in kürzester Zeit erlebt. Die Marder im „Hochzeitskleid“ haben auf der Schau spontan gefallen, aber nach den ersten Würfen war die Enttäuschung oft groß. Die Natur gleicht aber alles wieder aus und erfreut den Züchter in den folgenden Würfen mit vielen, schönen Ausstellungstieren. Ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der Marderkaninchen sind die hervorragenden Körleistungen der Zuchtfreunde Reinhold Bock und Joachim Kapp in der damaligen SZG im VKSK die Spitzenleistungen in der Aufzucht durch die Körkommission bestätigt bekamen, welche auch heute noch belegbar sind. Soweit einige Ausführungen im Vorspann, nun zur eigentlichen Clubarbeit.

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