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Landesclubschau 2014 in Oberwellenborn

Am 15./16. 10. 2014 führte der Landesverband Thüringen seine alle 2 Jahre statt findende Landesclubschau in Oberwellenborn durch.

lcs Oberwellenborn 2
Die Organisation lag bereits zum dritten Mal in den Händen des Neuseeländer-Clubs unter der Leitung des Clubvorsitzenden Herbert Sillmann und seinem Team.

Aber, was wäre eine Ausstellung ohne die fleißigen Helfer bei der Vorbereitung, Durchführung und Abbau der Käfige zu so einer Schau. Diesen gebührt besonderer Dank.
lcs Oberwellenborn 1
Zur Eröffnung haben der Landrat des Kreises Saalfeld-Rudolstadt Herr Markus Wolfram die züchterische Arbeit der Züchterinnen und Züchter in den Vereinen gelobt und das die Kleintierzucht in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert genießt. Ebenso positiv äußerten sich der Ausstellungsleiter Herbert Sillmann, sowie Clubobmann Frank Schlei und Carsten Steffen als Vertreter des Landesvorstandes Thüringens, in der Hoffnung, dass diese Ausstellung dazu beitragen möge, dass sich die Rassekaninchenzucht in Thüringen positiv entwickelt

Ein besonderer Dank für die Bereitstellung der Halle sowie die logistische Unterstützung erhielt Dirk Reichelt, der Vorsitzende der Agrargenossenschaft, von allen Seiten.

27 Clubs des Landesverbandes präsentierten in 47 Rassen und 42 Farbenschlägen 951 Tiere, was eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2012 mit 932 Tieren bedeutet.

Clubmeister wurde auf mindestens 2 Züchter einer Rasse bzw. Farbenschlages vergeben. Wo es nur einen Züchter gab, gab es Zusammenlegungen, so dass auch seltene Rassen zu Clubmeisterehren kommen konnten. Um auch ein gewisse Qualität zu halten, wurden 378,0 Pkt. als Mindestpunktzahl für ZG festgelegt.

Vergleicht man die Rassen bzw. Farbenschläge von vor 2 Jahren, so hat sich die Rassenpalette bei einigen Clubs erweitert, bei anderen auch erheblich verringert. Der Bewertungstag war sehr gut vorbereitet, die Tische standen gruppenweise zusammen. Bewertet wurde im A, B, C, D-System.

Mit 12 Deutschen Riesen nur im wildfarbenen Farbenschlag, zum Vergleich zu 2012, wo 16 Tiere wildfarbig dazu noch 3 Tiere dunkelgrau, 4 Tiere in gelb und 4 Tiere in weiß standen, ist ein deutlicher Rückgang der Farbenschläge eingetreten.

Alle Tiere lagen in einem sehr guten Gewichtsbereich von 7,5 – 9,6 kg. Auch wenn bei den Riesen eine gut geformte Wamme zulässig ist, so störten die z.T. schon recht großen Wammen bei den Häsinnen das gute Gesamtbild. Im Fellhaar gab es Licht in der Haarlänge, aber auch Schatten wegen „etwas weich“ und „wenig Dichte“.

In sehr guter Qualität präsentierten sich Kopf und Ohr. Vor allem konnte die Ohrlänge mit 21 cm und mehr und Tragweise begeistern. Die Deckfarbe gab keinen Grund zur Kritik, ebenso die Zwischen- und Unterfarbe. Alle Tiere erreichten 9,5 Pkt. Ein Rammler mit 96,5 Pkt. dabei 15,0 Pkt. in Kopf und Ohr von Jens Franke, Pößneck war sehenswert, der sich auch mit 384,5 Pkt. den Landesclubmeister (LCM) sicherte.

Bei den Deutschen Widdern, 12 Tiere wildfarbig und 4 Tiere in schwarz/weiß ist eine leichte Steigerung von 4 Tiere zu verzeichnen. Erfreulich die 4 Tiere in schwarz/weiß.

Die Tiere lagen im Normalgewicht von über 5,50 kg. Selbst Tiere vom April erreichten ohne Mühe 20 Pkt. Nur 1 Tier bekam 19,0 Pkt.

Nicht so positiv ist der Körperbau, wo die Hauptkritik „lose Fellhaut“, „lose Brusthaut“ lautete. Bei einigen Häsinnen waren schon ausgeprägte Wammen zu sehen, da kann auch die z.T. sehr gute Rumpfbreite nichts beschönigen. Das Fellhaar war in Haarlänge, auch was Dichte betrifft bei den Wildfarbenen sehr ansprechend. Bei den schwarz/weißen ist noch züchterische Arbeit erforderlich, denn es gab reichlich Kritik – lang, weich, wenig Dichte.

Überzeugend dagegen sind die Position Kopf, wo Stirnbreite und Ramsung eine Einheit bildeten, was mehrmals mit 15,0 Pkt. belohnt wurden. Auch der Behang stand mit 42 – 47 cm Länge, dazu mit prima Kronen ausgestattet und sehr gut getragen, nicht nach.

Die Position 6 ist so umfangreich, dass man alle Inhalte dieser Position abwägen muss, um eine gerechte Bepunktung zu ermitteln. Dennoch sollte auch Unfertigkeit der Flanken und die oftmals recht breite bzw. schmale Zwischenfarbe, sowie die Schattierung bei wildfarbenen Farbenschlägen nicht außer Acht lassen.

LCM mit den ausgeglichensten Tieren wurde Denny Negraßus, Pattgendorf mit 385,0 Pkt. vor Hans-Joachim Müller, Erfurt-Stotternheim mit 384,5 Pkt. Die Tiere im schwarz/weißen Farbenschlag von Detlef Karl, Schmalkalden erreichen beachtliche 384,0 Pkt.

Ebenso eine leichte Steigerung von 4 Tieren ist bei den Hellen Großsilbern mit 24 Tieren erreicht worden. Alle Tiere bekamen im Gewicht 20 Pkt., obwohl 1 Tier mit 4,40 kg dabei war. Im Körperbau erreichte der Großteil der Tiere 19,0 Pkt. Sehr gut hat mir der Typ und z.T. auch die Kopfbildung der Rammler sowie Ohrenstruktur gefallen.

In Silberung und Stich hatte ich den Eindruck, dass bei einigen Tieren der Stich schon etwas reichlich vorhanden war. Dies wirkt sich nachteilig auf die Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, die dann etwas dunkel wirkte, vor allem an der Schnauzpartie und Ohren aus. Dennoch waren die Punktabzüge gering . Die Unterfarbe ist oftmals abhängig von der Häufigkeit der Stichhaare. Je mehr Stichhaare, desto dunkler die Unterfarbe. Betrachtet man die Bewertung der Unterfarbe, so könnte man annehmen, dass sie im richtigen Farbton ist, denn nur 1x gab es 9,0 Pkt., dem 7x 10,0 Pkt. gegenüberstanden. LCM wurde Bernd Jung, Schmalkalten, der 386,5 Pkt. erreichte. Es war die ausgeglichenste ZG in allen Positionen, wobei 2 Rammler mit je 97,0 Pkt. einmal in Pos. 2 mit 19,5 Pkt. und einmal mit 15,0 Pkt. in der Deckfarbe und Gleichmäßigkeit heraus ragten. Gefolgt von der ZG des Clubfreundes Rolf Hofmann, Uhlstädt-Kirchhasel mit 384,0 Pkt. In dieser ZG stand ebenfalls ein Rammer mit 97,0 Pkt. dessen Stärke in der Unterfarbe mit 10,0 Pkt. lag.

Bei den Deutschen Großsilbern ist die Meldezahl mit 8 Tieren zu 2012 gleich geblieben, aber diesmal je eine ZG in schwarz und havanna gezeigt wurden.

Im Gewicht lagen die Tiere von 4,30 – 4,80 kg. Beide Farbenschläge zeigten ein sehr guten Typ mit der für die Rasse passenden Kopfform. Ebenfalls überzeugte das Fellhaar in der Dichte, aber vor allem in der Haarlänge, was sich vorteilhaft auf die Silberung und intensive Deckfarbe und Gleichmäßigkeit beim schwarzen Farbenschlag auswirkte. Die Silberung bei Havanna wirkte etwas lang, was der Unfertigkeit in Position 5 geschuldet war.

LCM wurde mit 385,0 Pkt. im schwarzen Farbenschlag Uwe Jahn, Weimar.

Mit 44 Tieren haben die Blauen Wiener um mehr als 100 % zum Vergleich zu 2012 zugelegt.

Die Beliebtheit dieser Rasse wird auch hier deutlich. Doch nicht nur die Quantität macht von sich reden, sondern vor allem die Qualität. Der Punkt Ø aller Tiere lag bei 96,2 Pkt. Die Gewichtsspanne reichte von 4,28 – 5,10 kg.

Die Pos. 2 ist beim Großteil der Tiere was Form, Typ und Stand betrifft überzeugend. Geringe Kritik im Bau wegen „etwas loser Brusthaut und leicht eckig“ schmälerten das sehr gute Ergebnis in dieser Position mit 33x 19,0 Pkt. und 1x 19,5 Pkt. nicht.

Nicht so überzeugend ist das Fellhaar. Trotz sehr guter Dichte und z.T. richtiger Deckhaarlänge gibt es bei einigen Tieren Probleme mit etwas lang überstehende Granne. Eine leicht überstehende Granne ist ja für die Stabilität und Elastizität sehr wichtig, doch wenn die Granne bis 2 cm übersteht, entspricht das nicht der Standardbeschreibung und wird dann zurecht kritisiert. Herausragend was Fellhaarstruktur und Haarlänge betrifft, waren die ZG der Clubfreunde Reinhard Menning, Berga mit 3x 14 und 1x 14,5 Pkt. Hans-Werner Peißker, Dreitzsch mit 4x 14,0 Pkt., ebenso Hartmut Wenzel, Kahla. Erhalten die Tiere mit 14,0 Pkt, im Fellhaar dann noch 3x 15 und 1x 14,5 Pkt. in Kopf und Ohr, wie die Tiere von H.-W. Peißker, dann spricht das für eine besondere Qualität, wo auch die Tiere von Reinhard Menning mit 4x 14,5 Pkt. nicht nach standen. Bei einigen Tieren, die mit 15,0 Pkt. in dieser Position bewertet wurden, ging in den meisten Fällen eine 13,0 oder 13,5 Pkt. im Fellhaar voraus, was in den meisten Fällen einen gemogelten Kopf bedingt. Keinen Einfluß hat das Fellhaar auf die Ohrstruktrur, Haltung und Tragweise. Es war eine Augenweide, wie Kopf und Ohr eine Einheit bildeten. So erhielten 20 % der Tiere 15,0 Pkt. und 75 % der Tiere 14,5 Pkt.

In der Deckfarbe und Gleichmäßigkeit gibt es was die blaue Wienerfarbe betrifft, einige Unterschiede im Farbton. Der Großteil zeigte in Deck- und Augenfarbe den richtigen blauen, bzw. blaugrauen Farbton, was z.T. durch etwas Fleckigkeit gemindert wurde. Dem gegenüber standen auch Tiere, deren Deckfarbe schon etwas dunkel war. Sicherlich kann die etwas dunklere Deckfarbe zur besseren Unterfarbe beitragen, aber die Rasse heißt „BLAUE WIENER“. Ein prima Ergebnis wurde in der Unterfarbe erreicht. 40,1 % der Tiere erreichten 10,0 Pkt., 52,3 % bekamen 9,5 Pkt. Der Rest erhielt wegen leichter Aufhellung 9,0 Pkt.

LCM mit tollen 388,0 Pkt. wurde Reinhard Menning vor Udo Bode, Teistungen mit 386,5 Pkt. und Hans-Werner Peißker mit 386,0 Pkt.

Je 97,5 Pkt. erhielt ein Rammler und eine Häsin aus der Zucht von Reinhard Menning, wobei der Rammler mit 19,5 Pkt. in Pos. 2 und 10,0 Pkt. in Pos. 6 heraus ragte. Die Vorzüge der Häsin lagen mit 14,5 Pkt. im Fellhaar und 10,0 Pkt. in der Unterfarbe.

Weitere V-Tiere mit 97,0 Pkt. stellten Hans-Werner Peißker 2x und Udo Bode 1x.

Während zur LC-Schau 2012 noch 16 Blaugraue Wiener gezeigt wurden, hat sich die Zahl zu dieser Schau auf 12 Tiere verringert. Im Gewicht langen die Tiere zwischen 4,60 – 5,20 kg. In Pos. 2 hat der Großteil der Tiere noch leichte Probleme in der Hinterpartie und der etwas losen Fellhaut. In der Kopfform, Ohrhaltung sowie Ohrstruktur hat diese Rasse erhebliche Fortschritte erreicht. Die Deckfarbe und Schattierung konnte ebenfalls beim Großteil der Tiere gefallen, denn es gab wenig Kritik bezüglich aufgehellter Vorderläufe. Geringe Punktabzüge resultierten aus leichter Unfertigkeit. Zu denken gab mir bei einigen Tieren der etwas melierte Ohrensaum.

Eine Klasse für sich war die ZG von Torsten Franke, Berga. Die Tiere überzeugten im Bau und Typ mit 3x 19,0 Pkt. und 1x 19,5 Pkt. Mit 4x 14,0 Pkt. im Fellhaar, 4x 14,5 Pkt. in Kopf und Ohr, 3x 14,0 und 1x 14,5 Pkt. in Deckfarbe und Schattierung, sowie 3x 9,5 und 1x 10,0 Pkt. in der Zwischen- und Unterfarbe, was ihm mit 385,5 Pkt. den LCM sicherte.

Auch bei den Schwarzen Wienern hob sich die ZG von Jens Lauer, Tabarz deutlich ab. Die Tiere waren in allen Positionen sehr ausgeglichen, wobei eine Häsin mit 97,5 Pkt. mit 15,0 Pkt. in Deckfarbe und Gleichmäßigkeit und 10,0 Pkt. in der Unterfarbe besonders heraus stach, was ihm mit 386,0 Pkt. den LCM einbrachte.

Mit einem leichten Rückgang von 4 Tieren von vor 2 Jahren, präsentierten sich 20 Weiße Wiener. Im Gewicht lagen die Tiere im Ø bei 4,60 kg, was sich vorteilhaft auf den Rassetyp auswirkte. 13 Tiere erreichten in der Pos. 2 19,0 Pkt. und 7 Tiere wurden mit 18,5 Pkt. bewertet. Der Großteil der Tiere hatte eine sehr gut gerundete Hinterpartie, dazu die entsprechende Rumpfbreite. Seit langem hat die Rasse mit etwas weichem, wattigem Fellhaar und langer Granne zu kämpfen, was auch hier wieder zu Punktabzügen führte. Durch die etwas lange Granne wurde der Kopf erheblich aufgewertet, sodass die PR 8x 15,0 Pkt. und 12x 14,5 Pkt. vergaben. Sehr positiv war die Ohrlänge, aber besonders die Ohrstruktur, so dass mit Recht 3x 15,0 Pkt. vergeben werden konnten. Nicht so optimal war bei wenigen Tieren die Tragweise der Ohren. Sie war schon etwas breit. 2 ZG, die sich von den anderen etwas abhoben zeigte mit je 385,5 Pkt. Hartmut Truthmann, Bischofferrode, wovon eine, auf Grund der besseren Hilfspunkte den LCM bekam. Zu dem zeigte er noch 2 Häsinnen mit je 97,0 Pkt. Ein Rammler mit ebenfalls 97,0 Pkt. kam aus der Zucht von Harry Schrumpf, Wutha-Farnroda.

Wie beliebt der Farbenschlag „dunkelgrau“ bei den Wienern ist, wurde auch zu dieser Schau deutlich. Während vor 2 Jahren lediglich 4 Tiere standen, wurden diesmal 16 Tiere von 4 Züchtern präsentiert.

Im Gewicht lag die Spanne von 4,05 – 4,80 kg. Auffällig war, dass Tiere vom April aus der Zucht von Torsten Franke, Berga um die 4,70 kg lagen, während Tiere vom Januar zwischen 4,10 – 4,40 kg erreichten.

Im Körperbau und Rassetyp reichte die Bewertung von 18,0 – 19,0 Pkt. Mit 4x 19,0 Pkt. in dieser Position überzeugten die Tiere von Jens Lauer, Tabarz.

Mit 2x 14,5 Pkt. und 12x 14,0 Pkt. stehen sie den anderen Wienerrasse im Fellhaar nicht nach. Ebenso ist es bei Kopf und Ohren. Bei 1x 15,0 und überwiegend 14,5 Pkt. wurde die sehr gute Stirnbreite, Ohrstruktur und Haltung belohnt. Farblich gab es nur geringe Kritik bezüglich leichter Unfertigkeit. Mit 5x 10,0 in Pos. 6 und der Rest der Tiere mit 9,5 Pkt. bewertet, wurde das Endergebnis positiv abgerundet.

LCM mit 385,5 Pkt. wurde Jens Lauer, vor Denny Kohlmann, Teichwolframsdorf der ebenfalls 385,5 Pkt. erreichte, aber eine ZG 3 stellte.

Mit 16 Tieren genau wie vor 2 Jahren warteten die Grauen Wiener „wildfarben“ auf. Im Gewicht lagen die Tiere zwischen 4,10 – 4,90 kg.

Obwohl das Endergebnis der 4 ZG, mit 2x 385,5, 1x 385,0 Pkt. und 1x 383,0 Pkt. recht hoch ist, zeigten sich im Körperbau Mängel. Der Rassetyp konnte zwar gefallen, aber die Mängel im Bau, auf Grund hochstehender Hüfthöcker und etwas loser Brusthaut nicht ausgleichen. Überzeugend und sehr ausgeglichen in Haarlänge und –struktur zeigte sich das Fellhaar. 1x wurden sogar 14,5 Pkt. vergeben.

Dieser Farbenschlag zeigt, dass auch ohne „lange Granne“ eine sehr gute Kopfform machbar sind. Neben überwiegend14,5 Pkt., erreichten 2 Tiere 15,0 Pkt., da auch die Ohrstruktur und Tragweise perfekt war. Trotz sehr guter Deckfarbe und Schattierung sowie ein exaktem Ohrsaum, gab es leichte Punktabzüge wegen Unfertigkeit. Dass die Züchter farblich auf dem richtigen Weg sind, wird an der Zwischen- und Unterfarbe mit 11x 10,0 Pkt. deutlich.

LCM wurde mit 385,5 Pkt. auf Grund der besseren Hilfspunkte im Fellhaar Wolfgang Luther, Seebach, vor dem punktgleichen Karl Heergeist, Walschleben und Andreas Kasel, Rositz mit 385,0 Pkt.

In den beiden punktgleichen ZG stand auch je ein V-Tier mit 97,0 Pkt., dabei erreichte eine Häsin mit 15,0 Pkt. in Kopf und Ohr und ein Rammler mit 10,0 Pkt. in Zwischen- und Unterfarbe die volle Punktzahl.

Mit 52 Tieren warteten diesmal die Roten Neuseeländer auf, was eine Steigerung von 12 Tieren zu 2012 bedeutet. Im Gewicht lagen die Tiere zwischen 4,10 – 4,70 kg.

Es erreichten 7 der 13 ZG 385,0 – 387,0 Pkt. Vor allem im Rassetyp gibt es wenig zu kritisieren. Im Bau sollte etwas mehr auf die „etwas lose Brust- und Fellhaut“ geachtet werden, die vereinzelt zu Punktabzügen führte.

Die Fortschritte im Fellhaar sind auf breiter Ebene und da besonders in der Struktur festzustellen, so dass 32 Tiere 14,0 Pkt. = 62 % und 4 Tiere mit 14,5 Pkt. = 7,7 % einen Spitzenwert erreichten. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Haarlänge, der einer Mittelrasse entspricht. Sicherlich bringt etwas kürzere Fellhaarlänge Vorteile in der Intensität der Deck- und Unterfarbe, aber auch Nachteile im Erscheinungsbild des Kopfes. 3Tiere erreichten 15,0 Pkt. in Pos. Kopf und Ohr. Punktabzüge resultierten vor allem wegen leicht faltiger und wenig offen getragener Ohren.

Ohne Tadel war die Deckfarbe. Die Bezeichnung „Rote Neuseeländer“ hatte in dieser Position volle Berechtigung, denn was an Intensität gezeigt wurde, verdient höchste Anerkennung. Trotz der intensiven Farbe wurde kein Tier wegen „Ruß“ kritisiert. Leider war die Gleichmäßigkeit durch etwas Unfertigkeit gemindert, was die Qualität jedoch nur gering beeinflußt hat, da es eine Veränderlichkeit und nicht genetisch bedingt ist. Die intensive Deckfarbe, dazu eine entsprechende Haarlänge hat sich positiv auf die Unterfarbe ausgewirkt was das Bewertungsergebnis mit 28 x 10,0 Pkt. in Position 6 belegt.

Herausragend war der Siegerrammler mit 97,5 Pkt. des Clubfreundes Jens Dietze, Judenbach der sich mit 15,0 Pkt. in Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, dazu noch 10,0 Pkt. in der Unterfarbe präsentierte, dessen ZG mit beachtlichen 387,0 Pkt. LCM wurde.

Weitere sehr gute ZG zeigten Roland Meiz, Bacha mit 386,0 Pkt. sowie Heiko Kühne, Laasdorf, Rolf Messerschmidt, Floh-Seeligental, Böhme/Meergarten, Bad Frankenhausen und Herbert Sillmann, Schlöben mit je 385,0 Pkt.

Tiere mit 97,0 Pkt. kamen aus den Zuchten von Heiko Kühne, Roland Meiz und Rolf Messerschmidt.

Ebenso wie die Roten Neuseeländer konnten auch die Weißen Neuseeländer, wenn auch nur mit 4 Tieren mehr, auf 20 Tiere etwas zulegen.

Zwischen 4,20 – 4,90 kg lagen die Tiere im Gewicht.

In der Pos. 2 konnte auf Grund der prima Rumpfbreite und Körperbau 16x 19,0 Pkt. erreicht werden. Auffällig war, dass einige Tiere einen prima Stand zeigten, was bei dieser Rasse nicht alltäglich ist.

Im Fellhaar wurde oft Kritik wegen etwas weich bzw. wattig bei dennoch guter Dichte geübt. Es ist schon ein ganz besonderer Anblick, wenn Stirnbreite und Kopfprofil so harmonisch wie bei dieser Rasse gezeigt werden. Mit 10x 15,0 Pkt. und 10x 14,5 Pkt. kann man diese Position als Paradeposition bezeichnen. Die Ohren standen der Kopfbewertung nur gering mit 4x 15,0 Pkt. und 13x 14,5 Pkt. nach. Ideal war die Ohrlänge und Tragweise. Ganz vereinzelt wurde die Ohrstruktur moniert. Farblich gab es keine Kritik, alle Tiere erreichten hier 9,5 Pkt. Der Punktdurchschnitt der 20 Tiere lag bei hervorragenden 96,22 Pkt.

Mit 386,5 Pkt. konnte Reiner Harter, Föritz/Gefell den LCM erringen. Dazu erreichten 2 seiner Tiere 97,0 Pkt. deren Vorzug im Kopf mit 15,0 Pkt. lag. Dieser Clubfreund stelle eine weitere ZG mit 386,0 Pkt., die der Meistergruppe nicht nachstand. Mit 385,0 Pkt. folgte Dietmar Fiedler, Unterweißbach.

Mit 20 Kaliforniern schwarz/weiß zeigt der Thüringer Marder-, Siamesen- und Kalifornierclub eine Vormachtstellung in Deutschland dazu noch 12 Tiere in havanna/weiß.

Mit den Ergebnissen der Neuseeländer können sich die Kalifornier nicht messen, dennoch sind positive Entwicklungen in den einzelnen Positionen zu erkennen. Vor Jahren war der Körperbau und die Zeichnungsfarbe das Sorgenkind Nr. 1. Umso erfreulicher ist es, dass über 50 % der Tiere in schwarz/weiß und 50 % der Tiere in havannafarbig 19,0 Pkt. in Bau und Typ erreichten. Dennoch gab es Kritik wegen hochstehender Hüfthöcker und loser Brustfellhaut.

Die Zuchtgruppe von Clubfreund Wolfgang Hecht, Bad Lausick erreichte sogar 4x 19,0 Pkt. Nicht viel nach standen die ZG von Siegfried Rose, Peuschen, der 3x 19,0 und 1x 18,5 Pkt. erreichte. Eine Baustelle ist im Moment noch das Fellhaar, des schwarz/weißen Farbenschlages. Vor allem die Haarlänge und Dichte geben Anlaß zur Kritik. Freundlicher dagegen ist das Fellhaar bei havanna/weiß, wo 58,3 % der Tiere 14,0 Pkt. erreichten

Auch wenn man die Köpfe und Ohren nicht mit den Neuseeländern vergleichen darf, was auch nicht das Ziel ist, so hat sich vor allem in der Stirnbreite und „Kopfzug“ etwas verbessert. Leider ist die Ohrstruktur und Haltung, wegen etwas breit und faltig die Ursache keiner besseren Bewertung. Trotz noch oftmaliger Kritik bei den Farbenschlägen in der Zeichnungsfarbe wegen „etwas meliert“ vor allem an den Hinterläufen, sind Verbesserungen zu erkennen, was auch für die Zeichnung zutrifft, vor allem am Kopf.

Die ZG von Gisela und Christian Hofmann, Johnsdorf erreichte sogar 4x 9,5 Pkt. in Farbe, was zu 383,0 Pkt. führte und den LCM bedeutete.

Bei den Schwarz/weißen zeigte wieder einmal mehr Wolfgang Hecht, trotz seines Alters (über 80 Jahre), dass er zu den Spitzenzüchtern dieser Rasse gehört. Mit 382,5 Pkt. wurde er LCM.

Ein Beispiel für Idealismus, Züchterfreundschaft und die Liebe zu den Großen Marderkaninchen in blau, zeigte unser Clubfreund aus Österreich, der 1600 km fährt, um seine Tiere in der Konkurrenz zu zeigen. In Österreich ist er alleiniger Züchter von Großen Mardern.

Im Gewicht gibt es in beiden Farbenschlägen braun und blau keine Schwierigkeiten, denn selbst Tiere vom Mai hatten das Idealgewicht von über 4,00 kg. In allen Positionen sehr ausgeglichen und mit 2x 96,0 Pkt. und 1x 96,5 Pkt. bewertet waren die Tiere von Joachim Kapp Triebes im blauen Farbenschlag. Leider fiel ein Tier aus der ZG aus, was für Manfred Warmuth aus Kärnten mit 381,0 Pkt. den LCM bedeutete.

Beim braunen Farbenschlag sicherte sich Joachim Kapp mit 383,5 Pkt. den LCM-Titel, da seine Tiere im Bau, Deckfarbe und Abzeichen Vorzüge hatten.

Mit 8 Rheinischen Schecken von Horst Nötlich, Ranis, waren es die einzigen Vertreter der Normalhaar Punktscheckenzeichnung. Hier sind vor allem die Clubzüchter gefragt, damit diese Rassen nicht ganz von der Bildfläche in Thüringen verschwinden. Wenn der Trend auf kleineren Schauen so weitergeht, werden Punktschecken bald unter „gefährdet“ eingestuft werden.

Mit 3,95 – 4,45 kg langen die Rheinischen Schecken im idealen Gewichtsbereich. Auch im Bau und Rassetyp erhielt der Großteil der Tiere 19,0 Pkt. Obwohl 6 Tiere 14,0 Pkt. im Fellhaar bekamen, sollte die Haarlänge nicht noch kürzer werden. In den Zeichnungspositionen Kopf- und Rumpfzeichnung gab es nur vereinzelt Kritik wegen etwas grober Augenringe. Ein Tier erreichte in der Kopfzeichnung die volle Punktzahl 15. Die Rumpfzeichnung überwiegend mit 14,5 Pkt., bewertet, sollten doch die Seitenpunkte noch freistehender sein. Die Farbe war intensiv und gleichmäßig schwarz und gelb in den Zeichnungsmerkmalen bestens verteilt. Trotzdem wurde nur 1x die 10 vergeben.

Bei einigen Rassen, wo nur 1 ZG gemeldet oder von einem Züchter mehrere ZG kamen, wurden diese mit weiteren einzelnen ZG zusammengelegt. In diesem Fall wurden ZwW rhönf. und Reinische Schecken zusammengelegt, was für Clubfreund Nöthlich mit 383,0 Pkt. den LCM bedeutete.

Mit nur 20 Tieren konnten die Thüringer als echte Thüringer Züchtung nicht die erwartete Meldezahl erreichen. Vor 2 Jahren waren es 32 Tiere. Im Gewicht lagen die Tiere zwischen 3,65 – 4,15 kg.In der Position 2 lagen die Vorteile im Rassetyp. Mit etwas Hüfthöcker und etwas loser Brusthaut, die z.T. mit 18,0 Pkt. bewertet wurde, hielten sich 19,0 und 18,0 bzw. 18,5 Pkt. die Waage. Wenn es vereinzelt Kritik im Fallhaar gab, war es aufgrund etwas wenig Unterhaar. Somit konnten 75 % der Tiere 14,0 und nur 25 % der Tiere 13,5 Pkt. erreichen.

Die Deckfarbe wurde überwiegend mit 14,5 Pkt. bewertet. Es sollte aber mehr die Augenfarbe beachtet werden, die vereinzelt schon etwas aufhellte.

Ohne Tadel waren die Abzeichen, vor allem der Seitensteifen war nicht schwarz, sondern rußfarben. Mit mehrmals 10 Pkt. in der Unterfarbe überzeugte diese Position.

LCM mit 386,0 Pkt. wurde Marcel Walleck Reinsdorf. In dieser ZG stand ein Rammler mit 97,0 Pkt., deren Vorzug mit 15,0 Pkt. in den Abzeichen lag. Bei einem weiteren Tier dieses Clubfreundes mit ebenfalls 97,0 Pkt. lag der Vorzug mit 14,5 Pkt. im Fellhaar.

Er zeigte noch eine hoch bewertete ZG mit ebenfalls 386,0 Pkt. Die Tiere von Clubfreund Walleck hoben sich vom Rest der Tiere deutlich ab.

Eine weitere Rasse deren Wiege in Thüringen stand, sind die Weißgrannen. Sehr erfreulich ist, dass alle Farbenschläge präsentiert wurden. Mit 36 Tieren im schwarzen, 20 Tieren im blauen und 12 Tieren im havannafarbenen Farbenschlag zeigen die Clubzüchter, dass ihnen sehr viel am Erhalt der Farbenschläge liegt. Mit 16 Tieren hat der blaue Farbenschlag den größten Zuwachs. Vor 2 Jahren waren es nur 4 Tiere.

Im Gewicht gibt es zwischen den Farbenschlägen keinen Unterschied und reichte von 3,35 – 4,10 kg. Im Körperbau und Rassetyp hält sich das Positive und Kritik die Waage. Während vereinzelte Kritik wegen „etwas Hüfthöcker“ und knochige Rückenlinie bei schwarz geübt wurde, überzeugten die Tiere von Mathias Kleinert Neustadt/O. im blauen Farbenschlag mit 4x 19,0 Pkt. Recht positiv fiel die Bewertung aller Farbenschläge im Fellhaar aus. 41 Tiere erreichten 14,0 Pkt., was 60 % der Tiere bedeutet. Hinzu kommen noch 2 Tiere, deren Fellhaar sogar mit 14,5 Pkt. beurteilt wurde.

Die Deckfarbe zeigte sich zwischen den Farbenschlägen recht unterschiedlich. Während bei schwarz die Deckfarbe des Oberkörpers intensiv war, die Brust mit eingeschlossen und sich nur ganz geringe weiße Durchsetzung zeigte, war vor allem die Brust bei blau und havanna reichlich aufgehellt. Mehr Beachtung sollte der Augenfarbe bei blau geschenkt werden, die war schon reichlich dunkel.

Ansprechend waren bei allen Farbenschlägen die Abzeichen. Die weißgespitzen Grannenhaare reichten bis Rumpfmitte, deutliche Ohrpunkte und auch z.T. prima gleichmäßige Augenringe ließen keine Kritik aufkommen. Etwas störend wirkte die leicht melierte Schnauzpartie, vor allem bei blau und haavanna.

In der Unterfarbe gab es vereinzelt etwas Kritik bei havanna, wegen leichter Aufhellung am Haarboden

LCM mit 385,5 Pkt. bei schwarz wurde Rüdiger Koch Saalfeld, gefolgt von Dieter Dressel Veilsdorf mit 384, ß Pkt. Das Siegertier mit 96,5 Pkt. stellte Clubfreund Ronny Siebert Wutha-Farnroda.

Den LCM bei blau sicherte sich Kühne/Schlechtweg Breitungen mit 382,5 Pkt.

Beim havannafarbigen Farbenschlag konnte Mathias Kleinert mit 383,0 Pkt. den LCM-Titel für sich verbuchen.

Mit nur 12 Hasenkaninchen rotbraun von 2 Züchtern ist ein Rückgang zum Vergleich zu 2012 von 24 Tieren zu verzeichnen.

Von der Anfangseuphorie der Hasenkaninchen lohfarbig ist leider nichts mehr zu spüren, denn   es wurde kein Tier angemeldet. 2012 waren es noch 8 Tiere.

Von 3,45 – 4,15kg reichte die Gewichtsspanne. Der Großteil der Tiere bekam auf Grund der gut abgerundeten Hinterpartie und der guten Stellung 19,0 Pkt. in der Pos. 2. Das z.T. recht lose Brustfell sollte bei der Bewertung dieser Position nicht vergessen werden. Für mich etwas überraschend, dass ein Tier vom Januar und einem Gewicht von 3,45 kg noch 19,0 Pkt. in Pos. 2 erhielt. Recht überzeugend und ausgeglichen war die Bewertung des Fellhaars mit durchweg 14,0 Pkt. und einmal sogar 14,5 Pkt. Herausragend waren die Läufe in Länge und Auftritt. 50 % der Tiere erhielten hier zurecht 15,0 Pkt. Auch die kräftig rotbraune Deckfarbe mit der flockigen Schattierung konnte gefallen. Lediglich in Pos. 6 gab es neunmal 9,0 Pkt. wegen wenig Intensität der Zwischen- und etwas breiten Unterfarbe. Den LCM sicherte ich mit 385,5 Pkt. Peter Hartmut Aschermann Wohratal 2, vor Reiner Rahaus Oldisleben mit 384,5 Pkt.

Mit 8 Alaska waren es auch 4 Tiere weniger als vor 2 Jahren. Die 12 Havanna dagegen hielten ihr Meldezahl konstant.

Im Gewicht lagen die Alaska zwischen 3,55 – 3,94 kg, die Havanna zwischen 3,43 – 4,00 kg. Im Bau und Typ gibt es zwischen diesen beiden Rassen keinen nennenswerten Unterschied, so dass 1 Tier bei Alaska von Fritz Bachmann Walschleben und 1 Tier bei Havanna von Roland Metzing Wutha-Farnroda mit 19,5 Pkt. noch herausragten.

Auch im Fellhaar gab es für beide Rassen überwiegend 14,0 Pkt. Die Zeit, wo reichlich lange Granne überwog, scheint vorbei zu sein.

Beide Rassen haben auf dieser Schau bewiesen, dass auch mit der für diese Rassen richtigen Fellhaarlänge, dazu Ohren die in der Struktur, Länge und Tragweise mit dem gedrungenen kurzen Kopf harmonieren, 15,0 Pkt. erreicht werden können. Beide Rassen zeigten auch in der Deckfarbe ein tiefes schwarz bzw. ein sattes dunkelbraun. Lediglich leichte Unfertigkeit verhinderte eine noch bessere Bewertung. Eine Alaska-Häsin aus der Zucht von Clubfreund Uwe Seipelt Mosbach zeigte tiefschwarze Deckfarbe mit prima Glanz, was mit 15,0 Pkt. honoriert wurde. In der Unterfarbe gab es bei beiden Rassen keinen Anlaß zur Kritik.

LCM bei Alaska wurde mit 385,0 Pkt. Fritz Bachmann Walschleben. In dieser ZG stand eine sehr typische Häsin mit 97,5 Pkt., deren Vorzüge in Pos. 2 mit 19,5 Pkt. und in der Unterfarbe mit 10,0 Pkt. lagen.

Den LCM bei den Havanna sicherten sich Ingelore und Manfred Ullrich Grabfeld mit beachtlichen 386,5 Pkt. vor Roland Metzing mit 383,3 Pkt. In beiden ZG stand je ein Tier mit 97,0 Pkt., wobei das Tier von Roland Metzing in Pos. 2 mit 19,5 Pkt. und das Tiere von Ingelore und Manfred Ullrich in Pos. 5 mit 15,0 Pkt. überzeugte.

Mit 8 Seperator von 2 Züchtern hat sich eine doch seltene Rasse vorgestellt. Auch wenn es noch reichlich Zuchtarbeit, vor allem in Bau und Typ, wegen eckiger Hinterpartie und hochstehenden Hüfthockern, aber auch im Fellhaar wegen wenig Dichte zu leisten gibt, stellt diese Rasse eine Bereicherung dar. Die Vorzüge lagen in den Positionen Kopf und Ohr, aber vor allem in der Deckfarbe mit durchweg 14,5 Pkt. Die Unterfarbe mit 3x 10,0 Pkt. und 5x 9,5 Pkt. zeigt eine weitere Stärke dieser Rasse.

LCM mit 383,5 Pkt. wurde Domenik Haß Wiehe knapp vor Andreas Haake Blankenhain mit 383,0 Pkt.

Mit insgesamt 28 Deutschen Kleinwiddern, davon 12 wildfarben, 4 dunkel/eisengrau, 4 blau und 8 Tiere weiß Blauaugen hat sich das Meldeergebnis um 8 Tiere erhöht und die Farbpalette erweitert.

Die Gewichte lagen zwischen 3,03 – 3,44 kg.

Die größten Probleme hat die Rasse in der Pos. 2 mit der losen Brust- und Fellhaut. Auch die Haarlänge gab mit etwas lang, lange Granne, wenig Dichte und etwas weich, Anlaß zu Kritik. Ohne Kritik dagegen ist die Kopfbildung. Prima Stirnbreite und Schnauzpartie, dazu die passende Ramsung, was mit 10x 15 Pkt. honoriert wurde. Im Behang ist das Ergebnis ähnlich. Behanglänge im Idealbereich, hufeisenförmige Tragweise und auch mit z.T. prima Kronenbildung veranlaßten die PR zu mehrmals 15,0 Pkt.

Etwas erstaunt beim Betrachten der Tiere im Käfig, dass trotz reichlicher Unfertigkeit der Flanken in der Farbe noch 9,5 Pkt. vergeben wurden.

Beim wildfarbenen Farbenschlag sollte auch die zur entsprechenden Deckfarbe, die dazu gehörende Zwischenfarbe in die Bewertung mit einfließen. Vereinzelt war sie etwas breit und farblich matt.

LCM bei wildfarbenen wurde Nicky Frille Lödla mit 384,0 Pkt.

Durch die Zusammenlegung der Farblenschläge dunkel/eisengrau, blau und weiß Blauaugen konnten sich Tina Zimara Neustadt/O. mit ihren Blauauagen und 384,0 Pkt. über den LCM freuen.

Tina Zimara hat mit 16 Tieren in 2 Farbenschlägen wesentlich zum guten Meldeergebnis beigetragen.

Bei den Kleinchinchilla begann die Bewertung gleich mit einem prima Rassevertreter von Peter Balak Veilsdorf mit 97,5 Pkt. Dieser Rammler zeigte in allen Positionen wie man sich ein KlCH vorstellt. Ein prima Rassevertreter!

Die Gewichte der Tiere lagen von 2,77 – 3,24 kg. Trotz der z.T. sehr guten Rumpfbreite gab es aufgrund loser Brust- und Fellhaut Abzüge bis zu 2,5 Pkt. in der Pos. 2. Im Fellhaar wurde die besondere Qualität dieser Rasse deutlich, 87,5 % der Tiere erreichten 14,0 Pkt. 1 Tier bekam zu dem 14,5 Pkt. und nur 1 Tier erreichte 13,5 Pkt.

In der Deckfarbe hatten die Tiere, durch die bis dahin milde Witterung, aber auch auf Grund der guten Fellhaardichte noch mit der Umhaarung bzw. Umfärbung zu tun, so dass sich 14,0 Pkt. und 14,5 Pkt. abwechselten. Die wohl am besten durchgezüchtete Position ist die Zwischenfarbe. Hier wurden 4x 15,0 Pkt. und 16x 14,5 Pkt. vergeben. In der Unterfarbe war das Ergebnis noch besser, denn 10x gab es die volle Punktzahl. Mit je 4x 10,0 Pkt. in der Unterfarbe war die ZG von Ron Biedermann Keila und Kay Frille Lödla den anderen ZG überlegen.

Den LCM sicherte sich mit 386,0 Pkt. Kay Frille vor Peter Balak mit 385,0 Pkt.

Mit 28 Tieren der Rasse Marburger Feh gab es eine Steigerung von 20 Tieren. Im Gewicht bewegten sich die Tiere von 2,89 – 3,25 kg.

Bemerkenswert, wie sie sich in ihrer Gesamterscheinung präsentiert haben, was der Punktdurchschnitt mit 96,4 Pkt. aller Tiere klar belegt. In der Pos. 2 gab es nur sehr wenig Kritik, denn Körperbau und Rassetyp bildeten eine Einheit. Neben überwiegend 19,0 Pkt. erreichte ein Tier von Roland König Ronneburg sogar 19,5 Pkt. Sehr ausgeglichen in Haarlänge und Dichte war das Fellhaar mit durchweg 14,0 Pkt. Außer 2 Tieren von Peter Böx Waltershausen die mit 14,5 Pkt. bewertet wurden, noch herausragten. Neben diesen sehr guten Ergebnissen in den Posl 2 und 3 überraschte mich positiv die Position Kopf und Ohren. Das Marburger Feh sehr gute Köpfe in Form und Stirnbreite haben ist ja bekannt, aber meistens wurde die Position wegen etwas dünn und leicht faltigen Ohren gemindert. Ganz anders zu dieser Schau, kräftige Ohrstruktur offen getragen, dazu sehr gute gerundet, zudem in der idealen Ohrlänge, machten diese Position zu einem „Hingucker“. Fast nichts zu beanstanden gab es in Deckfarbe und Gleichmäßigkeit. Hier machte sich die sehr gute Fellhaarstruktur bemerkbar. Die Tiere waren fertig durchgehaart und zeigten in der Deckfarbe auch den geforderten leicht bräunlichen Schleier. Die Unterfarbe in der Vergangenheit oftmals wegen angedeuteter Zwischenfarbe erheblich kritisiert, zeigte sich in einer fast tadellosen Qualität. Vor allem die Tiere von Peter Böx mit 3x 10,0 Pkt. waren hier Ton angebend. Mit 1x 388,0 Pkt. und 1x 386,0 Pkt. brachten es seine 8 Tiere auf einen Punktdurchschnitt von, man höre und staune auf 96,75 Pkt., was ihm mit 388,0 Pkt. den LCM sicherte. Nicht viel nach stand die ZG von Roland König, die 387,0 Pkt. erreichte.

Beide Clubfreunde zeigten noch je ein Tier mit 97,5 Pkt., wo die Stärken des Tieres von Peter Böx im Fellhaar mit 14,5 Pk.t und in der Unterfarbe mit 10,0 Pkt. lag. Beim Tier von Roland König, das mit 19,5 Pkt. in Bau und Typ sowie in der Unterfarbe mit 10,0 Pkt. überzeugen konnte.

2 weitere Tiere mit 97,0 Pkt. kamen aus der Zucht von Peter Böx. Eine weitere ZG dieses Clubfreundes mit 386,0 Pkt. unterstreicht die besondere Qualität.

Mit 12 Rhönkaninchen erfolgte eine Steigerung von 4 Tieren zu 2012. Die Tiere lagen in einem Gewichtsbereich von 2,86 – 3,20 kg.

Im Bau und Typ hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert, was auch bei den Tieren dieser Schau festzustellen war. Vor allem in der Hinterpartie, die reichlich „eckig“ war, sind beachtliche Fortschritte erzielt worden. 10 von 12 Tieren erreichten hier 19,0 Pkt. Ähnlich ist das Ergebnis im Fellhaar. Vor Jahren noch wegen langer Granne und wenig Dichte kritisiert, präsentierten sich die Tiere in Haarlänge und vor allem auch Dichte in sehr guter Qualität.

In Kopf und Ohr wurden vor allem in der Ohrstruktur und Haltung Verbesserungen sichtbar, was auch mit 10x 14,5 Pkt. belohnt wurde.

Rhönkaninchen sind eine Rasse, wo kein Tieren einem Anderen in der Zeichnung gleicht. Das beste Tier in dieser Position mit 15,0 Pkt. bewertet, kam aus der Zucht von Scholz/Töpel Jena. Farblich erreichten 2 Tiere 10 und 10 Tiere 9,5 Pkt.

Mit 386,0 Pkt. sicherte sich Scholz/Töpel überlegen den LCM, vor Josephine Genz Oberweißbach mit 384,0 Pkt.

Auch bei den Perlfeh ist eine Steigerung von 4 Tieren zu 2012 zu verzeichnen.

Im Gewicht lagen die Tiere von 2,42 – 2,88 kg.

Diese Rasse hat in den letzten Jahren viele Interessenten gefunden und an Qualität weiter zugelegt. Dennoch gab es große Streuungen zwischen den einzelnen Zuchten. Während die Form und Rumpfbreite überzeugen konnten, gab es vor allem Kritik wegen loser Brustfellhaut. Die Züchter sollten aber auch etwas mehr die Ohrstruktur beachten, die vereinzelt schon reichlich dünn war.

Eine Paradeposition ist das Fellhaar, wo nur 14,0 und 14,5 Pkt. vergeben wurden. Während sich die Deckfarbe im richtigen Farbton zeigt, könnte die Perlung noch etwas deutlicher in Erscheinung treten. Da 87.5 % der Tiere im Januar und Februar geboren waren, war es ganz normal, dass sich einige Tiere im „Umbruch“ befanden. Dies machte sich vor allem im Brustbereich durch etwas Aufhellung und Unfertigkeit der Deckfarbe bemerkbar. Die Pos. 6 war mit ausschließlich 9,5 Pkt. sehr ausgeglichen.Herausragend in den Positionen 4 – 6 war die ZG von Carsten Steffes Silbitz, der mit 385,0 Pkt. LCM wurde.

Mit 40 Kleinsilber schwarz war es eine der am stärksten vertretenen Rassen, wenn gleich es 8 Tiere weniger waren als 2012.

Mit einen Punktdurchschnitt aller Tiere von 96,2 Pkt. wurde ein Spitzenwert erreicht. Dennoch ragten die 16 Tiere von Wolfgang Jeuthe Sprötan mit 96,4 Pkt. noch heraus.

Die Gewichte der Tiere reichten von 2,60 – 3,23 kg. Wegen loser Fellhaut und hochstehenden Hüfthöckern mußte Punktabzug in der Pos. 2 hingenommen werden. In dieser Position dominierten die Tiere von W. Jeuthe mit prima Rümpfen, Köpfen, kräftiger Ohrstruktur, dazu in der idealen Ohrlänge. Mit überwiegend 14,0 Pkt. vereinzelt sogar 14,5 Pkt. im Fellhaar konnte diese Position überzeugen. Sehr positiv war die z.T. sehr klare und vor allem nicht lange Silberung am ganzen Körper. Ein Tier von Erhard Müller Bacha erreichte die Höchstpunktzahl 15. Durch Witterungseinflüsse bedingt, gab es leichte Abzüge der sonst recht guten Deck-, Augen- und Krallenfarbe. In der Unterfarbe wechselten sich 9,5 und 10,0 Pkt. ab, wobei auch hier wieder die Tiere vom Clubfreunde Jeuthe mit 8x 10,0 Pkt. eine besondere Qualität zeigten.

Mit 387,0 Pkt. wurde Wolfgang Jeuthe überlegen LCM. Er stellte auch noch 2 V-Tiere mit 97,0 Pkt. worbei ein Tier zum „Sieger“ mit 20,0; 19,0; 14,5; 14,5; 14,0; 10,0; 5,0 = 97,0 Pkt. erklärt wurde.

Ebenfalls ein V-Tier mit 97,0 Pkt. = 20,0; 19,5; 14,0; 14,5; 14,5; 9,5; 5,0 – zeigte Frank Hellmund Schlotheim.

Bei den anderen Rassen der Kleinsilber wurden 8 Tiere in blau, aber nur ein Aussteller mit 8 havanna zusammengelegt. Ebenso wurden 8 Tiere in gelb, 4 Tiere graubraun und 4 Tiere in hell, um einen LCM vergeben zu können, zusammengelegt.

Bei diesen Rassen reichte die Gewichtsspanne von 2,51 – 3,18 kg. Im Bau und Typ gab es innerhalb der Silberrassen mit leicht eckig, lose Brusthaut und lose Schenkel keine Unterschiede. Dabei überwogen 19,0 Pkt. Ähnlich war es im Fellhaar, auch hier wechselten sich 13,5 und 14,0 Pkt. ab. Kritik gab es für wenig Dichte, etwas wenig Unterhaar, aber auch Hinterläufe schwach behaart. Die Silberung und Gleichmäßigkeit war bei blau etwas flockig, bei gelb unausgeglichen und etwas lang, bei graubraun klar und gleichmäßig und bei hell mit deutlichem Stich. Recht ansprechend war auch die Deckfarbe und deren Gleichmäßigkeit. Vor allem entsprach auch die Augenfarbe der Standardforderung. In der Unterfarbe konnte ich keine Kritik auf den Bewertungskarten lesen. 10x wurde in der Unterfarbe die volle Punktzahl vergeben, welche sich fast gleichmäßig, bis auf havannafarbig, auf gelb, blau hell und graubraun verteilte.

Ein Tier mit 97,0 Pkt. in gelb zeigte Andreas Müller Moorgrund, dessen Vorteil mit 10,0 Pkt. in der Unterfarbe lag.

Den LCM in der Gruppe blau / havanna sicherte sich mit 384,5 Pkt. Sibille Steffen Ilmtal.

In der Gruppe mit gelb, graubraun und hell gab es für Roland Anacker Ilmtal mit graubraun und 385,5 Pkt. den LCM.

Die Holländer präsentierten sich mit je einer ZG in schwarz/weiß, gelb/weiß und havanna/weiß, die auch so in einer Gruppe für den LCM zusammengelegt wurden. 2012 wurden noch 12 Tiere bei schwarz/weiß gezeigt. Hinzugekommen ist 2014 der havanna/weiße Farbenschlag.

Mit 8 Tieren bei japanerfarbig/weiß ist die Meldezahl konstant geblieben. Im Gewicht bewegen sich alle Farbenschläge um die 2,75 kg. Im Bau und Typ lautete die häufigste Kritik auf den Bewertungskarten „Becken runder, lose Brusthaut, eckige Hinterpartie, was zu Punktabzügen führte. Im Fellhaar gab es bei den Japanerfarbigen mit durchweg 13,5 Pkt. wegen wenig Dichte, wenig Unterhaar den meisten Punktabzug. In der Position 4 Kopfzeichnung und der Position 5 Rumpfzeichnung halten sich 14,0 und 14,5 Pkt. die Waage. In der Pos. 6 gab es u.a. Kritik wegen durchsetzter Ohrränder. Sehr gut war die Zeichnungsfarbe bei den Japanerfarbigen mit 4x 10,0 und 4x 9,5 Pkt.

LCM in der zusammengefassten Gruppe wurde Marc Dornig Oberellen mit 382,5 Pkt. auf schwarz/weiß.

Bei japaner/weiß reichten Thomas Jäger Suhl 381,5 Pkt. zum LCM.

Eine recht stark vertretene Rasse waren die Lohkaninchen schwarz, die mit 32 Tieren das Meldeergebnis von 2012 wiederholten. Die Gewichtsspanne reichte von 2,51 – 3,12 kg. Mit 22x 19,0 Pkt. und 1x 19,5 Pkt. wurde der positive Trend unter Beweis gestellt. Während der Bewertung ist mir aufgefallen, dass es auch bei den Lohkaninchen Vertreter gibt, die auf dem PR-Tisch den gewünschten Stand zeigen. Leider sind es nur vereinzelte Tiere. Bei wenigen Tieren wurde auf etwas verjüngte Form und leicht „eckige“ Hinterpartie hingewiesen. Dem gegenüber aber auch, eine sehr gute Rumpfbreite stand. Mit überwiegend 14,0 Pkt. im Fellhaar wurde die recht gute Fellstruktur belohnt. Ein Tier von Benno Fischer Ifta erreichte sogar 14,5 Pkt.

Die wohl stärksten Positionen sind die Kopfzeichnung (4) als auch die Rumpfzeichnung (5) dieser Rasse. Sehr gute, gleichmäßige, nicht zu breite Augenringe, deutliche Ohrpunkte und saubere Naseneinfassung wurden zurecht mit fast ausschließlich 14,5 Pkt. bewertet. Noch besser zeigte sich die Rumpfzeichnung, breite intensive Brust- und Bauchlohe, dazu sehr gute bis in Körpermitte deutlich in Erscheinung tretende lohfarbige Seitenspitzen wurden bei überwiegend 14,5 Pkt. auch mit 3x 15,0 Pkt. herausgestellt. Die Farbe (6) stand den vorherigen Positionen auch nicht nach, so dass mehrmals die 10 auf der Bewertungskarte zu lesen war. Leichte Unfertigkeit verhinderte ein noch besseres Ergebnis in dieser Position. Mit einem Punktdurchschnitt aller Tiere von 96,2 zeigt diese Rasse, welch hohe Qualität sie auch in Thüringen hat. Eine sehr knappe Entscheidung gab es um den LCM-Titel zwischen Horst Hirte Langenwiesen und Benno Fischer, die mit 0,5 Pkt. zu Gunsten von Benno Fischer mit 386,5 Pkt. ausging. Der Punktdurchschnitt der je 8 ausgestellten Tiere der Clubfreunde Hirte und Fischer lag jeweils bei 96,5 Pkt. Beide zeigten auch je 2 Tiere mit der Note „vorzüglich“. Dabei überzeugte ein Tier von Horst Hirte mit 97,5 Pkt., was ihm den „Sieger“ einbrachte.

Zwei weitere Farbenschläge mit havanna 4 Tiere und fehfarbig 8 Tiere bereicherten die Farbpalette, die 2012 nicht vertreten waren. Es ist schön, dass sich der Club auch den selteneren Farbenschlägen widmet. Diese wurden dann auch für den LCM zusammengelegt.

Im Gewicht lagen sie zwischen 2,54 und 2,90 kg. Selbst Tiere vom Mai aus der Zucht von Thomas Steffes Silbitz (fehfarbig) lagen im mittleren Normalgewicht.

Im Rassetyp und z.T. auch im Stand stehen diese Farbenschläge dem schwarzen nicht viel nach. Die vereinzelte Kritik lautete „leicht eckig“. Im Fellhaar liegen die havannafarbigen leicht vorn, aber bei den fehfarbigen sind Fortschritte in der Dichte und Haarlänge zu erkennen.

Etwas unausgeglichen ist die Kopfzeichnung, wo die Spanne von 13,5 – 14,5 Pkt. wegen ungleicher Augenringe reichte. Durch breite Brust- und intensive Bauchlohe standen beide Farbenschläge in der Rumpfzeichnung dem schwarzen Farbenschlag nicht nach, was ausschließlich mit 14,5 Pkt. honoriert wurde. In der Pos. 6 überzeugte bei fehfarbig vor allem die blaugraue Augenfarbe sowie die Deckfarbe mit dem leicht bräunlichen Schleier. Etwas störend wirkte vereinzelt noch die leicht melierte Schnauzpartie. Bei havanna überzeugte die Farbe mit sehr viel Glanz.

Der LCM ging mit 384,5 Pkt. auf havannafarbig an Matthias Erhardt Schmiedefeld vor Thomas Steffes mit 382,5 Pkt. auf fehfarbig.

Mit 8 ZG = 32 Tiere waren die Marderkaninchen braun recht stark vertreten. Das Durchschnittsgewicht lag bei 2,80 kg.

In der Rumpfbreite und der recht gut gerundeten Hinterpartie konnte der Großteil der Tiere 19,0 Pkt. erreichen. Etwas mehr Aufmerksamkeit sollte der Ohrstruktur beigemessen werden, die bei einigen Tieren schon recht dünn war.

Recht positiv ist dagegen das Fellhaar in Länge und Dichte, was mit überwiegend 14,0 Pkt. bewertet wurde. Die Deckfarbe zeigte sich im richtigen marderfarbigen braun, was nur durch Fleckigkeit leicht gemindert wurde. Deutliche Abzeichen wie Marderkreuz, Backenpunkt, Rückenstreifen, aber auch Maske, Ohren, Läufe und Blume, dazu eine sehr gute Unterfarbe rundeten das gute Gesamtergebnis ab. Ein Tier mit 96,5 Pkt. mit 15,0 Pkt. auf Abzeichen zeigte Clubfreund Ralf Krumsdorf Elstertrebnitz, was den „Sieger“ bedeutete.

Mit 385,0 Pkt. sicherte sich Christian Leupold Schöneck/Vogtl. den LCM, vor Siegrid Werner Braunsbetra mit 384,0 Pkt.

Mit 20 Marderkaninchen blau war dieser Farbenschlag dem braunen erneut unterlegen. Im Gewicht liegt dieser Farbenschlag etwas höher als braun.

Leicht unterlegen waren sie auch in der Pos. 2, mit loser Fell- bzw. Brusthaut, wobei die Ohrstruktur und Haltung zum Vergleich zu braun deutlich im Vorteil waren.

Im Fellhaar erhielten 84,2 % 14.0 Pkt., was sich als sehr ausgeglichen präsentierte. Auch wenn einzelne Tiere etwas fleckig waren, zeigte sich die Deckfarbe im richtigen mittleren blauen Farbton. Die trotzdem, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die deutlich intensiven Abzeichen am Kopf und Rumpf erkennen ließ.

Andreas Hofmann erhielt auf seine Marderkaninchen blau den LCM. Mit 97,0 Pkt. stellt er einen Rammler, der mit 10,0 Pkt. in der Unterfarbe überzeugte.

Die 4 Siamesen blau von Joachim Kapp Triebes an die Marder blau angeschlossen, hatten mit 384,0 Pkt. keine Chance.

Mit nur 24 Russen schw./w. von 5 Clubfreunden, 2012 waren es noch 40 Tiere, kann man nicht ganz zufrieden sein, zumal sich in Thüringen einige Spitzenzüchter dieser Rasse befinden.

Von 2,13 – 2,94 kg reichte die Gewichtsspanne. In der Pos. 2 wurde doch erhebliche Kritik wegen loser Brusthaut, eckig, dünne Ohrstruktur geübt. Dem gegenüber konnte man sehr schöne Köpfe, mit gut gerundeten Ohren, dazu offen getragen und stabiler Struktur sehen. Auch wenn sich im Fellhaar 14,0 und 13,5 Pkt. die Waage hielten, ließen sich etwas lange Granne und wenige Dichte nicht verbergen.

Was sich jedoch in der Kopf- und Rumpfzeichnung sowie in der Farbe in der Breite zeigte, was schon eine Augenweide. Feine Masken in Form und Größe, dazu exakt abgegrenzte Ohransätze waren der Blickfang der Betrachter. Sauber abgegrenzte Läufe, dazu für diese Jahreszeit eine intensive Zeichnungsfarbe ohne weiße Durchsetzung rundeten diese besondere Qualität der Rassewertpositionen ab. Den LCM sicherte ich mit 385,0 Pkt. Frank Kirsten Königsee vor Frank Kollascheck Mühlhausen mit 384,0 Pkt.

Bei ihrem Neueinstieg in das Thüringer Clubgeschehen sorgten die Kastanienbraunen Lothringer gleich für Aufsehen. Mit 4 Ausstellern und 20 Tieren präsentierte sich die doch seltene Rasse gleich perfekt. Leichte Kritik gab es mit etwas Hüfthöckern und etwas loser Brusthaut in der Pos. 2. Eine Paradeposition scheint das Fellhaar zu sein, denn 3x 14,5 und 13x 14,0 Pkt. zeugen von hoher Qualität in Dichte, Struktur und Haarlänge. In der Position Kopf, Ohren und Augen gab es keine Kritik, an der dreieckigen Kopfform und den Augen jedoch, wurde die vereinzelt etwas dünne Ohrstruktur bemängelt. Ansprechend zeigte sich die Deckfarbe und dunkle Schattierung, so dass es auch hier nur ganz vereinzelt kritische Bemerkungen auf den Bewertungskarten gab.

Mit einer ZG mit 387,5 Pkt. darin 1x 97,0 und 1x 97,5 Pkt. wurden die Clubfreunde Schreiber / Dauster, Lederhose überlegen LCM, gefolgt von Wolfgang Höhne Oberheldrungen mit sehr guten 385,0 Pkt.

Mit nur 4 Zwergwiddern rhönfarbig von Peggy Reich Schweina kann man nicht zufrieden sein, zumal vor 2 Jahren noch 36 Tiere in 6 Farbenschlägen gezeigt wurden.

Durchweg Kritik gab es im Fellhaar wegen „etwas lang, wenig Dichte“. Recht ansprechend war die Zeichnung. Die ZG erreichte 382,0 Pkt.

Leicht zugelegt in der Meldezahl haben die Hermelin Rotaugen. Mit 12 Tieren waren 4 Tiere mehr zum Vergleich zu 2012. Mit einem Durchschnittsgewicht aller Tiere von 1,22 kg lagen sie im Idealbereich.

Reichlich Kritik in der Pos. 2   wegen „eckig, knochige Rückenlinie und etwas lose Brusthaut“ wurde der Großteil der Tiere bedacht. Nur 3 Tiere erreichten hier 19,0 Pkt. Auch im Fellhaar gibt es Licht und Schatten. Die Bewertung reichte von 13,5 – 14,0 Pkt. vor allem wurde die Haarlänge und Dichte kritisiert. Die ausgeglichenste Position ist der Kopf. Mit sehr guter Stirnbreite und stumpfer Schnauzpartie konnte diese Position überzeugen. Sehr gut waren auch die Ohrlänge und Ohrhaltung, wobei die etwas dünne Ohrstruktur leicht kritisiert wurde. Den LCM sicherte sich überlegen mit 385,5 Pkt. Frank Pinckert Wildetaube.

Die Hermelin Blauaugen waren den Rotaugen in fast allen Positionen überlegen.

Im Gewicht bewegt sich ein Großteil der Tiere um die 1,16 kg. Es reicht zwar für die volle Punktzahl in Pos. 1, doch etwas mehr könnte nicht schaden. Auch wenn es in der Pos. 2 vereinzelt Kritik wegen „leicht eckig“ gab, war das Ergebnis in dieser Position eindeutig besser, den Rotaugen gegenüber. Im Fellhaar gibt es zwischen Rot- und Blauaugen keinen Unterschied, denn auch hier wurde „etwas lange Granne und wenig Dichte“ bemängelt. Überlegen sind die Blauaugen in Pos. 4 Kopf und auch Pos. 5 Ohren. Die Stirn ist z.T. noch breiter und die Schnauzpartie stumpfer, so dass es hier mehrmals 15,0 Pkt. gab. Besser ist auch die Ohrstruktur und Rundung. Auch hier konnten mehrmals 15,0 Pkt. vergeben werden. Nicht unterschätzen darf man die Ohrhaltung, die gelegentlich etwas breit war. In der Ohrlänge bewegten sich alle Tiere im Idealbereich.

2x 4 Tiere als ZG von Frank Schlei Weißensee gemeldet, erreichten zwar 1x 387,0 Pkt. und 1x 382,0 Pkt., doch in beiden ZG waren fremde Tiere, so dass sie als Einzeltiere bewertet wurden. Dabei hinterließ ein Rammler mit 97,5 Pkt. einen vorzüglichen Eindruck. So war der Weg für Siegfried und Brigitte Werner Stadtroda frei, sich den LCM mit einer sehr ausgeglichenen ZG mit 385,5 Pkt. zu sichern.

Neben den Fbzw. blau und chinchilla, wo jeweils 2 ZG gemeldet waren und in einer Gruppe zusammengefasst wurden, wurden in einer weiteren Gruppe für einen LCM wildfarben, schwarz, perlfehf. und lohfarbig schwarz mit je einer ZG zusammengelegt.

Im Gewicht lagen die Tiere um die 1,20 – 1,25 kg.

Mit 4x 19,0 Pkt. in Pos. 2 waren die Schwarzen von Hans Sämann Zeulenroda den anderen Tieren dieser Gruppe überlegen, was ihm den LCM mit 384,0 Pkt. sicherte. Während die Wildfarbenen im Fellhaar von Siegfried und Thomas Kahlert Barchfeld mit 3x 14,0 und 1x 14,5 Pkt. und auch in Deckfarbe und Schattierung überzeugten, waren bei den chinchillafarbigen Tieren dabei, die prima Deckfarbe und Schattierung zeigten, aber auch sehr gleichmäßig helle Tiere mit geringer Schattierung, dazu noch reichlich helle Brust aufwiesen. Mit 384,0 Pkt. sicherten sich Elke und Uwe Kühn Hohenleuben den LCM.

Die Perlfehfarbigen zeigten für diesen Farbenschlag recht ansprechende Köpfe und Ohrstruktur, die Perlung jedoch neigte schon fast zu Schattierung.

Sehr ausgeglichen in allen Positionen waren die Lohfarbigen schwarz. Mit sehr gutem Fellhaar, gleichmäßigen Augenringen dazu prima Bauchlohe erreichte die ZG von Uwe Hofmeister Risch Alperstedt 384,0 Pkt.

Bis auf den Körperbau präsentierten sich die Blauen in sehr guter Ausgeglichenheit. Neben Kopf und Ohren konnte vor allem die Deck- und Augenfarbe sowie die Gleichmäßigkeit gefallen. Beide ZG erreichten 385,0 Pkt.

Eine Seltenheit unter den Farbenzwergen waren die 2 Tiere holländer-japanerfarbig/weiß von Anne Baumgärtel Hermsdorf, die im Katalog nur als japanerfarbig standen. Ein Tier davon zeigte feinen Typ, sehr guten Kopf und Ohren sowie prima Japanerfarbe.

Die etwas breite Blesse schmälerte die Gesamtqualität des Tieres nur gering.

Die große Palette der Rexkaninchen wurde von den Blaurexen mit 4 Tieren angeführt. Durch die neue Gewichtsregelung gab es in der Pos. 1 bei den Normalrexen keine Probleme.

In einer Gruppe für den LCM zusammengelegt wurden BlauRex, GelbRex, SchwarzRex, RhönRex, FehRex und MarderRex bl

Die 4 BlauRexe der Clubfreundin Ingrid Recknagel Steinbach-Hallenberg zeigten sehr gut gerundete Hinterpartie, straffe Fellhaut, prima Fellstruktur sowie Deck- und Augenfarbe im fast idealen Farbton, was mit 386,0 Pkt. und dem LCM-Titel belohnt wurde. In dieser ZG standen je ein Rammler und eine Häsin mit 97,0 Pkt., was die Qualität dieser Tiere nochmals unterstreicht. Bei den 4 Gelben hielten sich in Pos. 2 positiv und negativ die Waage. Auch im Fellhaar war die Bewertung ausgeglichen. Farblich waren die Tiere im richtig gelben Farbton. Die ZG von Wilko Würdig Meinigen erreichte ansprechende 384,5 Pkt. Bei den 4 Schwarzrexen gab es noch mehr Schatten als Licht. Die wohl größte Baustelle ist im Moment noch der Körperbau, wobei in der Rumpfbreite positive Ansätze zu erkennen sind. Die Kopfbildung entsprach der eines Rexkaninchens, nur die Ohrlänge wirkte etwas lang. Die intensive Deck- und Augenfarbe wurde nur durch etwas „stumpf“ wirkend Deckfarbe geschmälert. Mit losen Schenkeln wurden die 4 RhönRex kritisiert. Bei recht guter Haarlänge wurde etwas fehlendes Unterhaar moniert. Sehr gut z.T. sogar vorzüglich war die Zeichnung und Farbe, so dass die ZG von Clubfreund Kühne Brunnhardtshausen 384,0 Pkt. erreichte.

Mit ebenfalls 4 Tieren der Rasse FehRex bereicherte Carola Ortmann Zella-Mehlis diese Rassepalette. Mit leichter Kritik im Bau hatte auch diese Rasse ihre Probleme aufgezeigt bekommen. Im Fellhaar hielten sich 13,5 und 14,5 Pkt. die Waage. Die Vorzüge lagen vor allem in den Rassewertpositionen. Mit sehr guten und ausgeglichener Deck-, Zwischen- und Unterfarbe wurden 383,0 Pkt. ein ansprechendes Ergebnis erreicht.

Nicht alltäglich sind die Marder Rexe blau von Joachim Gerhard Nordhausen auf Ausstellungen anzutreffen. Da sie dem intermediären Erbgang unterliegen, sind nicht alle im Wurf anfallenden Tiere gleich (Ausstellungstiere) Typtiere. Daher ist es nicht einfach 4 gleichwertige Tiere selbst in einer ZG 3 zur Ausstellung zu bringen. Auch diese Rasse hatte etwas Kritik im Bau wegen loser Brusthaut und leichte Hüfthöcker auf den Bewertungskarten zu stehen.

Keine Kritik gab es dagegen im Fellhaar. Bei richtiger Haarlänge und Dichte gab es 3x 14,0 und 1x 14,5 Pkt. Die Deckfarbe in einem sehr guten blauen Farbton, dazu die prima Abzeichen am Kopf und Rumpf, sowie auch die Unterfarbe ließen keine Kritik zu. In dieser ZG mit 384,0 Pkt. stand auch eine Häsin mit „vorzüglich“ mit = 20,19,0; 13,5; 14,5; 15,0; 10, 5,0 = 97,0 Pkt.

Bei den Dalmatiner Rex schwarz/weiß auch eine Rasse, die dem intermediären Erbgang unterliegt und somit nicht einfach zu züchten ist, standen die langjährigen Clubzüchter Alf Ritter Haßleben und Horst Griebel Lausche im Wettstreit um den LCM. Der Betrachter hätte sich nicht entscheiden können, wer die Nase vorn hat. Was diese Clubfreunde an Tiermaterial präsentierten ringt höchste Achtung ab. In der Pos. 2 wurden sehr schöne Typtiere gezeigt. Lediglich im Fellhaar gab es leichte Punktabzüge wegen etwas lang überstehender Granne. Die sehr gut aufgelockerte Zeichnung am Kopf und Ohren wurde mit 14,5 Pkt. bewertet. Die Rumpfzeichnung überzeugte in der Punktgröße, wobei die Punktverteilung noch geringe Wünsche offen ließ. Die sehr gute intensive schwarze Zeichnungsfarbe rundete den prima Gesamteindruck ab, so dass 0,5 Pkt. Unterschied im ZG Ergebnis den Ausschlag für den LCM gab, welchen sich Alf Ritter mit 385,5 Pkt. vor Horst Griebel mit 385,0 Pkt. sicherte. In der ZG von Alf Ritter stand eine Häsin mit 97,0 Pkt. mit feiner Rumpfzeichnung, dabei prima Punktgröße und Verteilung sowie Farbe.

Auch bei den Dalmatiner Rex dreifarbig zeigte Horst Griebel seine züchterische Fähigkeiten in der Rexkaninchenzucht.

Im Körperbau war die Kritik betreffs loser Brust- und Fellhaut schon etwas heftiger. Vereinzelt konnten nur noch 18,0 Pkt. vergeben werden.

Das Fellhaar wurde auf Grund der überwiegend sehr guten Struktur mit 14,0 Pkt. bewertet.

In der Kopf und Rumpfzeichnung könnten die Zeichnungspunkte noch etwas aufgelockerter sein. Vorzüglich dagegen war die intensive und gleichmäßig verteilte schwarz/gelbe Zeichnungsfarbe, so dass mehrmals die volle Punktzahl 10,0 vergeben wurde. Drei Tiere mit 97,0 Pkt. dabei mit Vorzügen teils im Bau, Kopfzeichnung oder Zeichnungsfarbe der Clubfreunde Benjamin Sczepuek Belrieth, Tony Tobisch Jena und Horst Griebel rundeten diese sehr gute Kollektion ab. Mit 385,5 Pkt. sicherte sich Benjamin Sczepuek den LCM.

Die meisten Tiere unter den Rexkaninchen waren die Castor-Rex mit 32 Tieren. Obwohl dies schon eine recht alte Rasse ist und auch viele Züchter diese Rasse züchten, gab es in der Pos. 2 erhebliche Kritik und das in fast allen Zuchten, wegen loser Brust- und Fellhaut. Nur 1 der 8 ZG, die von Clubfreundin Hannelore Bahn Dorndorf erreichte hier 4x 19,0 Pkt.

Das Fellhaar zeigte sich in recht guter Qualität durch die richtige Haarlänge und Dichte. Wenn es Kritik gab, dann nur wegen etwas lang überstehende Granne, welche z.T. durch Umhaarung geschuldet war.

Ein Glanzpunkt war die Deckfarbe und Gleichmäßigkeit. Was hier gezeigt wurde, war eine Augenweide. Die rötlich kastanienbraune Deckfarbe, leicht dunkel abgetönt war gleichmäßig einschl. Läufe über den gesamten Körper verteilt. Diese schon fast ideale Deckfarbe ist nur möglich, wenn auch die Zwischenfarbe in der richtigen Breite und leuchtend rostbraun vorhanden ist, was dann auch die Bewertungsurkunden belegten. So blieb es nicht aus, dass 2 Tiere von Clubfreund Petter Fambach mit x 97,0 Pkt. und 1 Tier mit 97,5 Pkt. was den „Sieger“ bedeutete, herausgestellt wurden. Dieser Rammler überzeugte mit 19,5 Pkt. im Bau und Typ und mit 15,0 Pkt. in Deckfarbe und Gleichmäßigkeit. Mit einem Punktdurchschnitt von 97,0 Pkt. ragten seine Tiere aus der großen Anzahl hervorragender Tiere, vor allem in Deckfarbe und Gleichmäßigkeit noch heraus, was ihm mit 388,0 Pkt. mit deutlichem Vorsprung den LCM einbrachte. Mit sehr guten 385,5 Pkt. folgte Geißler/Meinhardt aus Lauterbach und nochmal Clubfreund Petter.

Mit 20 Zwerg-Rexen in 4 Farbenschlägen machte diese kleinste Rasse der Rexkaninchen auf sich aufmerksam.

Leider wurde nur 1 LCM auf alle 4 Farbenschläge vergeben, obwohl 2 laut Katalog vorgesehen waren. Kein Tier der 5 ZG erreichte in Pos. 2 19,0 Pkt. Die Punktabzüge bis zu 2 Pkt. resultierten aus eckig, verjüngt, schmal. Hier liegen die Reserven dieser Farbenschläge. Mit zunehmender Verbreitung werden sich auch bessere Selektionsmöglichkeiten bieten. Eine sichere Bank in der Bewertung ist das Fellhaar. Neben 1x 14,5 und 1x 13,5 gab es durchweg 14,0 Pkt. auch bei Kopf und Ohr gab es wenig auszusetzen. Da auch die Zwerg-Rex Dalmatiner dem intermediären Erbgang, wie alle Punktschecken unterliegen, wurden sehr beachtliche Tiere in der Zeichnung und Farbe gezeigt, wobei ein Tier mit 96,5 Pkt. von Clubfreund Schmidt Jena diesen Farbenschlag in ein besonderes Licht setzte. Mit sehr beachtenswerten 383,0 Pkt. konnte sich Clubfreund Schmidt mit seinen Zwerg Rexen Dalmatiner schwarz/weiß über den LCM freuen.

Mit dieser Schau haben die Clubzüchter Thüringens ihre Verantwortung gegenüber den Herauszüchtern der verschiedensten Rassen, sie zu erhalten und weiter zu verbessern, unter Beweis gestellt. Und das nicht nur in Quantität, sondern auch in Qualität.

Die Grundlage für erfolgreiche Clubarbeit sind gegenseitiges Ergänzen, Austauschen, Achtung, Anerkennung und Fairness, was zu dieser Schau wieder deutlich praktiziert wurde.

                                                                                                 Joachim Kapp

                                                                                                      Triebes