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Mai-Juni 1945 Neuanfang auch bei der Kaninchenzucht
08.05.1945 Durch die bedingungslose Kapitulation des deutschen Reiches, hörte Deutschland vorübergehend auf, überhaupt zu bestehen. Der Reichsnährstand, der in der Zeit von 1933-1945 alle Belange geregelt hatte, bestand nicht mehr. Vereine waren verboten und die jeweiligen Militärregierungen mussten sie und damit Ausstellungen erst wieder zulassen. Kaninchenfleich war in der Not sehr gefragt. Angorakanichen-Haltung nahm ungeahnte Höhen an, lieferten sie doch Wolle und Fleisch. Für ein Zuchtpaar wurden 200 RM gezahlt!
Anfang 1946 In der Ostzone sind Kleintier-Züchtergenossenschaften und Vereine in der Entstehung. Damit gab es auch wieder eigene Ausstellungen.
15.01.1946 Von der sowjetischen Militäradministration wird die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit in der Organisationen und Vereinen erteilt. Der Zentralverband der Kleintierzüchter e.V. wird neu gegründet. Albin Weidner wird erster Landesvorsitzender von Thüringen. Altmeister Friedrich Joppich wird Leiter der Fachrichtung Kaninchen.
14.11.1946 Neubeginn der Thüringer Richtervereinigung Obmann: E. Heißner in Gotha ; Obmann: Kassierer W. Gerth in Gera
26.12.1946 Altmeister und Begründer des DPV Max Fischer gestorben
01.01.1948 Ab sofort müssen beide Eltertiere gekennzeichnet sein, wenn eine Kennzeichnung der Jungtiere erfolgen soll. Tiere können nur in einem LV tätowiert werden.
15./16.04.1948 In der damaligen Sowjetzone fand in Halle/Saale das erste Treffen der Angora-Herdbuchzüchter statt.
Oktober 1948 Neue Bewertungsbestimmungen unter Federführung von Alfred Hoffman, Tröglitz; Friedrich Joppich und Ernst Heißner, beide Gotha erarbeitet. Der neue Standard sah eine Prädikat- und 25- Punktebewertung vor
29.03.1951 Verordnung der DDR-Regierung über die "Förderung der Kleintierzucht".
29.03.1951 Die Kleintierzucht der DDR wird in die VdgB / BHG integriert.
Mai 1952 Landesrammlerschau in Erfurt
19./20.07.1952 Zur Bundestagung in Kiel wird der Einheitsstandard zur Bewertung der Kaninchen beschlossen, ebenso die Bildung der Deutschen Preisrichtervereinigung.
Dezember 1952 DDR-Schau in Leipzig mit DPV - Haupttagung
1953 Einführung des 100-Punkte Bewertungssystems im DPV
September 1953 Der Landesverband Thüringer Kaninchenzüchter wird aufgelöst. A.Weidner als Landesverbandsvorsitzender tritt zurück. Es werden 3 Bezirksorganisationen mit folgenden Bezirksobmännern gebildet:
1.Bezirksobmann Gera: Walter Kneusel, Schleiz von 1951-1969
1.Bezirksobmann Erfurt: Karl Knabe, Erfurt
1.Bezirksobmann Suhl: Osmar Hilpert, Suhl
gleichzeitig Teilung des Thüringer Preisrichtervereins in 3 Bezirksgruppen
15.-17.05.1953 Der geplante Gründungs-Verbandstag wurde aus politischen Gründen abgesagt (Vorboten des 17.Juni 1953).
Januar 1954 Die erste Kleintier-Siegerschau findet in Leipzig statt.
04.02.1954 Die erste Bundesschau findet in Hamm/Westfalen statt.
22.04.1954 Eine neue Verordnung zur Förderung des Kleingarten-und Siedlerwesens sowie der Kleintierzucht wird erlassen. Da durch die starke Zentralisierung eine ungenügende Verbindung zu den unteren Interessenverbindungen bestand, wurde beschlossen, Kreisverbände zu bilden, in denen sich die einzelnen Fachverbände und Sparten vereinigen können. Die Verordung vom 29.03.1951 tritt außer Kraft. Es gib 300.000 Kleintierzüchter.
August 1954 Gesamtdeutscher Züchtertag in Frankfurt/Main. Die Thüringer Delegierten werden in Erfurt von westdeutschen Züchterkollegen abgeholt.
Dezember 1954 Siegerschau in Dresden, gleichzeitig Bundesschau in Hamm/Westalen, Dresdner Schau der Hammener überlegen 
Juni 1959 Gründung des VKSK in der DDR.
28./29.11.1959 Gründungs-Verbandstag des VKSK in Leipzig mit 361 Delegierten. Karl Kneusel aus Gera wurde in den ZZA Rassekaninchen gewählt.
02./03.12.1960 Höhepunkt der Verbandsarbeit war die 8. DDR-Siegerschau in Leipzig. Es wurden 3400 Kaninchen gezeigt und die Neuzüchtungen Hotot und Sachsengold anerkannt.
22.-23.03.1962 Neunte Tagung des VKSK in Berlin. Beitrag an Verband 0,50 DM.
06.04.1963 1.Verbandstag in Leipzig mit 513 Delegiertenund 80 Gästen. Karl Stein wurde 1. Vorsitzender des Zentralrates.
14.-15.12.1963 Alle 3 Bezirke Thüringens veranstalten erstmals eine gemeinsame Thüringenschau der Rassekaninchenzüchter in den Hallen der IGA Erfurt, abweichend von den sonst üblichen einzelnen Bezirksschauen. Beteiligt war eine Angora-Herdbuchschau und eine Produktenausstellung.
31.01.1964 9. DDR-Siegerschau mit 3200 Tieren.
05.-07.02.1965 10. DDR-Siegerschau mit 4897 Kaninchen.
06.-07.08.1966 Der 2. Verbandstag des VKSK findet mit 571 Delegierten und 130 Gästen in Leipzig statt. Im VKSK sind 940.000 Mitglieder organisiert. Es wurden 2.314.437 Kaninchenfelle, 968.086 Kg Kaninchenfleisch und 18.788 Kg Angorawolle von den Züchtern und Haltern verkauft.
12./13.10.1970 Der 3. Verbandstag findet in Berlin statt. 960.000 Mitglieder sind organisiert. Der Slogan: "Schöner unsere Städte und Gemeinden-Mach mit" wurde erfunden.
04.-07.01.1973 Die 16. und bis dato größte DDR-Siegerschau mit 10.078 Tieren fand in Leipzig statt.
22.-23.-04.1977 4. Verbandstag in Magdeburg mit 922 Deldgierten, davon 268 Frauen und 43 Jugendlichen. Der Mitgliederstand im VKSK beträgt jetzt 1.027.00 Organisierte.
21.11.1980 Der Standard der sozialistischen Länder wird Standardwerk für die Kaninchen-Bewertung. Hermann Nottrodt war bei der Erarbeitung ein leitender Mitarbeiter.
04.-05.06.1982 5. Verbandstag in Karl-Marx-Stadt mit 1179 Delegierten, davon 293 Frauen und 44 Jugendliche. G. Zink aus Ronneburg wurde in die Kommission Kaninchen gewählt. Die intensive Politisierung in den Sparten begann (Parteitag des VKSK!!!). Es wurden 68 Rassen in 101 Farbschlägen gezüchtet, jedoch stand die Weißfleischproduktion im Vordergrund. Zuchtziel war 15 Jungtiere pro Häsin. 730.000 Exemplare der Fachpresse (Garten und Kleintierzucht) reichen nicht. Ein Rückgang bei den Kaninchenzüchtern ist zu verzeichnen.
1986 Beschluß des ZZA: Die Geschäftszeichen werden nach den Anfangsbuchstaben der Bezirke geändert wie Gera=G, Erfurt=E und Suhl=S. Einführung ab Zuchtjahr 1987 sehr zum Unmut der Züchterschaft.
22.-23.04.1988 6. Verbandstag in Dresden mit 1500 Delegierten, davon 482 Frauen und 60 Jugendliche (147 RKZ). Der VKSK hat jetzt 1.441.606 Mitglieder. Fachzeitschrift auf 768.000 Exemplare erhöht, trotzdem im freien Verkauf schwer erhältlich. Anerkennung der Herdbuchzüchter als Leistungsklasse. Einführung der Tierhygiene-Beauftragten bei der Kleintierzucht.
23.-26.11.1989 Letzte DDR-Siegerschau (5.) in Leipzig-Markkleeberg mit 7520 Tieren.
Die vorläufige datenmäßige Zusammenstellung über die gesamte Arbeit der Bezirksorganisationen im VKSK sind nicht ganz lückenlos, da der Aufwand für die Zusammenstellung zu aufwändig wäre. Grund mit dafür sind die 1990 angeordnete Vernichtung aller Unterlagen der Bezirksorganisationen auf Weisung der Kommunisten aus Berlin.

 

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